10.04.2026 – Familie & Partnerschaft
Diagnose MS: Den Weg gemeinsam gehen

Die Diagnose Multiple Sklerose ist eine große Herausforderung: Sie stellt den Lebensplan erstmal völlig auf den Kopf und macht es nötig, gewohnte Pfade zu verlassen und neue Wege einzuschlagen. Das führt insbesondere anfangs zu großer Verunsicherung. Gedanken überschlagen sich, Gewohnheiten geraten ins Wanken, und das Vertrauen in den eigenen Körper fühlt sich manchmal brüchig an. Gefühle wie Angst, Traurigkeit, Wut und Erschöpfung sind deshalb verständlich und dürfen sein: ohne Rechtfertigung und ohne Zeitdruck. Gleichzeitig ist es möglich – Schritt für Schritt – Hoffnung, Stärke und Sicherheit zu wiederzufinden und so den eigenen Lebensweg vertrauensvoll weiterzugehen.
Aktiv mit MS leben: mit privater und professioneller Unterstützung
Wie bei so vielen Dingen im Leben, gilt auch im Umgang mit der Diagnose MS: Gemeinsam geht es oft leichter. Familie, Freundeskreis, andere MS-Betroffene und medizinische Fachkräfte können dabei unterstützen, Strategien zu entwickeln, um aktiv mit MS zu leben. Eine große Entlastung auf dem Weg zur passenden Bewältigungsstrategie kann die Psychotherapie sein: Im geschützten Raum lässt sich sortieren, was gerade belastet, was Halt gibt und welche Schritte als Nächstes guttun könnten. Dabei geht es nicht darum, sofort Lösungen zu finden, sondern behutsam Orientierung zu gewinnen. So lässt sich Schritt für Schritt stabiler Boden zurückgewinnen, um aktiv mit MS zu leben.
Im Video zum Welt-MS-Tag 2023 spricht Diplom Psychologe Bernhard Adelberg darüber, wie der Umgang mit der Diagnose Multiple Sklerose gemeinsam gelingen kann. Zum Video-Interview geht es hier.