Nahrungsergänzungsmittel auf dem Prüfstand

Mittelmeerkost, hauptsächlich vegetarische Gerichte, fettarme Mahlzeiten – die positive Wirkung verschiedener Ernährungskonzepte auf die MS ist bereits vielfach in Studien belegt worden. Doch welche Rolle spielen Nahrungsergänzungsmittel in diesem Zusammenhang?

Fest steht, dass Nahrungsergänzungsmittel kein Ersatz für eine gesunde und ausgewogene Ernährung sind. Zwischen vielen Mikronährstoffen und der Multiplen Sklerose scheint jedoch ein Zusammenhang zu bestehen. Studien zeigen zum Beispiel, dass Frauen mit MS einen niedrigeren Status an wichtigen Vitalstoffen wie Vitamin D, Vitamin E oder Folsäure haben können. 

Immer häufiger diskutiert wird auch der Einfluss von Alpha-Liponsäure, Propionsäure oder Biotin. Alpha-Liponsäure spielt beispielsweise eine wichtige Rolle bei Entzündungsprozessen. Da sie antioxidierend wirkt, kann sie den Körper vor sogenannten freien Radikalen schützen, die bei Entzündungen freigesetzt werden und das Gewebe angreifen.

Antientzündliche Wirkung: Propionsäure & Biotin

Propionsäure ist besonders für die Darmgesundheit relevant. Sie hat einen regulatorischen Effekt auf die Oberfläche des Darmepithels und wirkt antientzündlich. In Bezug auf die Multiple Sklerose ist dies insofern relevant, als dass eine gesunde Darmflora auch positive Effekte auf das Immunsystem hat.

Antientzündlich wirkt auch das wasserlösliche Vitamin Biotin. Möglicherweise kann der Einsatz dieses Mikronährstoffs die Zerstörung der Myelinschicht verhindern oder gar zu deren Wiederaufbau beitragen. Diese beiden Vorgänge bilden zentrale Fragestellungen der aktuellen MS-Forschung.

Aktueller Forschungsstand

Doch wie steht die Wissenschaft im Allgemein zu Nahrungsergänzungsmitteln mit Bestandteilen wie Alpha-Lipon-, Propionsäure und Biotin? Bisher reicht die Studienlage für eine Empfehlung noch nicht aus. Vor allem die Langzeitwirkung ist zum heutigen Zeitpunkt nicht hinreichend untersucht.

Grundsätzlich sprechen sich Ärzte dafür aus, Vitamine vor allem über natürliche Quellen – also die Nahrung – zuzuführen. Inwiefern Nahrungsergänzungsmittel in der MS-Therapie künftig eine Rolle spielen werden, wird sich zeigen.

Tipp: Einen ausführlichen Beitrag zum Thema „Nahrungsergänzungsmittel und MS-Forschung“ finden Sie in der aktuellen Ausgabe des Aktiv mit MS-Magazins. Registrierte Mitglieder können diese ganz einfach hier herunterladen. 



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