Ernährung und MS in Zeiten von Corona

Ernaehrung und MS in Zeiten von Corona
5,5 Kilo haben Menschen im Laufe der Corona-Pandemie durchschnittlich zugenommen. Homeoffice und geschlossene Sportstätten: Eine ungünstige Kombination für alle, die eventuell überschüssige Pfunde loswerden oder einfach gesünder essen wollen.

Denn Homeoffice und geschlossene oder nur eingeschränkt geöffnete Fitnessstudios sorgen bei vielen für weniger Bewegung. Erschwerend kommt hinzu, dass sich der Lebensmittelpunkt in die eigenen vier Wände verlagert hat, was in Pandemie-Frustessen oder Essen aus Langeweile resultieren kann. Hier hilft es oft, sich klarzumachen, warum genau man gerade essen möchte. 

Die Gretchenfrage: Hunger oder nur Lust zu essen? 

Ernährungswissenschaftler unterscheiden zwischen verschiedenen Hungerarten, von denen nur eine der „echte Hunger“ ist. Augen- oder Nasenhunger kommen, wenn man etwas Leckeres sieht oder riecht. Auch Herzens- und Mundhunger gaukeln uns vor, Hunger zu haben. Dabei geht es hier nur um die Lust, etwas zu essen. Meist hilft es schon, sich zehn Minuten abzulenken, z.B. durch Aufräumen, Telefonieren, eine Sporteinheit oder Duschen.

App-spiration für gesunde Mahlzeiten

Kommt er nun, der „echte Hunger“, sollte man nicht wahllos essen, worauf man Lust hat. Für Menschen mit MS kann eine antientzündliche Ernährung.  Hierbei gilt, dass auf gesättigte tierische Fette, wie Butter, Sahne, Fleisch oder Wurstwaren verzichtet werden sollte.

Auf den ersten Blick klingt das, was übrigbleibt, langweilig und viele sind ideenlos, welche vegetarischen oder Gemüse-lastigen Rezepte sie kochen können, dabei gibt es unzählige Apps, die einen inspirieren können. SuperFood beispielsweise bietet tolle vegetarische Rezepte für eine gesunde Ernährung. Die App Plant Jammer geht sogar einen Schritt weiter: Sie kreiert individuelle Rezepte aus Zutaten, die man bereits zu Hause hat und macht außerdem Vorschläge, wie man sein Rezept aufpeppen kann.

Gesunde Gerichte schnell(er) zubereiten – One Pot, Meal Prep & Co.

Gesund und vegetarisch zu kochen, bedeutet für viele vor allem eins: Zeitaufwendiges schnippeln und zubereiten. Wir haben ein paar Tipps gesammelt, die Zeit und Aufwand sparen:

  1. Essen am Vorabend zubereiten: Viele Gerichte lassen sich hervorragend bereits am Vorabend kochen. So spart man wertvolle Zeit in der Mittagspause.
  2. Meal Prep: Wer noch einen Schritt weiter gehen will, kann es mit diesem Trend probieren, der schon lange immer mehr Fans findet. Einfach am Sonntag alle Mittagsgerichte für die Woche zubereiten und so jede Menge Zeit sparen. Hier gibt es einen fertigen Wochenplan mit fünf leckeren Rezepten. 
  3. Gemüse zubereiten leicht(er) gemacht: Per Hand Gemüse zu schälen und zu schneiden kostet Zeit und ist anstrengend. Gemüsehobel oder elektrische Gemüseschneider sind echte Zeitsparer.
  4. Tiefkühlgemüse hat genauso viele Nährstoffe, wie frisches Gemüse. Der Vorteil: Das Gemüse ist bereits geschnitten und kann direkt verwendet werden.
  5. One Pot-Gerichte erfreuen sich seit Jahren immer größerer Beliebtheit: Kein Hantieren mit mehreren Töpfen und Pfannen, sondern einfach alle Zutaten in einen Topf werfen, köcheln lassen und fertig! Hier gibt es elf leckere One Pot-Gerichte für jeden Geschmack.

Der Lockdown als Chance

Kontaktbeschränkungen belasten uns und wir alle wünschen uns ein Stück Normalität zurück. Homeoffice und zu Hause-bleiben bergen aber auch Chancen: Die Möglichkeit, vermehrt selbst gesund zu kochen, anstatt sich in der Mittagspause schnell etwas Ungesundes zu holen, resultiert womöglich in einem neuen Hobby oder sogar in einem neuen langfristig gesunden Lebensstil.