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Sherry Birkin

Arbeit und Beruf?

22 posts in this topic

Sodali,

ich habe ein bisschen das Forum durchkämmt, und habe nichts in der Art gefunden. Mein persönliches Problem ist die Geschichte mit der Arbeit:

Ich bin gelernte Konditorin. Während meiner Prüfungszeit/Abschlussphase habe ich meine ersten Symptome und ein Jahr danach meine Diagnose MS gehabt. Jung wie ich war hab ich ziemlich schnell ne Umschulung bekommen. Somit hab ich mich für die Richtung IT-Systemelektronik entschieden. Tja.. 2 Ausbildungen gemacht, und anscheinend alles für die Katz. Mein Herz hängt einfach am Konditoren-Dasein, somit habe ich mich noch einmal nach der IT-Ausbildung (auch wegen zuvielen Absagen in dieser Branche) in die Konditorei gewagt. Problem der ganzen Geschichte ist der permanente Produktionsstress, harte körperliche Arbeit, Hitzestaugefahr und ständiges am Ofen stehen.... selbstverständlich und wie zu erwarten, 2 Wochen nach Arbeitsbeginn der nächste Schub... Kündigung folgte von mir einen Tag später.

Da fragt man sich schon "was soll der Scheiss?" (verzeiht mir den Ausdruck ;) ) . Und weil ich "leider" immer so nett und ehrlich bin, spreche ich bei einem Vorstellungsgespräch auch immer meinen mich verfolgenden Schatten, die verdammte MS an. So wurde nach 238 Bewerbungen und etwa 20 Vorstellungsgesprächen in der IT einfach nichts draus, denn in der IT sieht es ja genauso aus: Stress, Zeitdruck, Belastbarkeit, zwar keine körperlich harte Arbeit aber dennoch eine strenge Kopfarbeit die mir viel mehr zusetzt (wegen der Konzentrationsschwäche nach kurzer Zeit) als körperliche Arbeit... jetzt arbeite ich Branchenfremd seit 1 1/2 Jahren im Einzelhandel in einem Sportgeschäft und hatte auch dort schon letztes Jahr im September wieder einen Schub. Vor einer Woche folgte ein Gespräch "das Geschäft läuft schlecht, wir müssen Stellen abbauen" ... tataaa, meine Wenigkeit darf gehen, hat aber noch die Zeit sich nen neuen Job zu suchen. Irgendwo fragt man sich schon "wo ist da die Fairness?" ?! Egal wo ich bisher gearbeitet habe, ich hatte immer einen Schub... was also tun, das ist jetzt die Frage an euch! Was arbeitet ihr? Habt ihr euren Frieden in eurer Versorgung gefunden? Hattet ihr auch Probleme mit der MS in der Arbeit? Wie arbeitet ihr, damit es euch gut geht? Vielleicht hat ja auch einer nen Tipp für mich ;) was ich tun kann, damit sowas nicht nochmal passiert. Selbstverständlich suche ich jetzt wieder in den beiden Berufen die ich erlernt habe, die Frage ist nur.. ist das gut? .......Dazu muss ich sagen, ich lebe alleine und muss mich selbst versorgen. Teilzeitarbeit geht garnicht und eine Teilerwerbsrente bekomme ich nicht, weil man ja nichts "sieht" :P ...

Bin gespannt und freu mich auf Antworten

Grüßles

Sherry

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Hi, grad letztens noch mit 2 Frauen genau darüber geredet. Die eine, im Medizinischen tätig, sagt, sie sprichte s immer an. Die andere, erzieherin, sagte sie hütet sich.

Ich, ehemals bei Gemeinnützigen als Pädagogin, assistentin, dann Hausleitung, nun Bürokauffrau, kann nur sagen: Ich hüte mich.

Seit der Diagnose in 2008 nur die Erfahrung gemacht, sobald ichw as sage, sobald wer was zufällig hört..w ar´s das. Natürlich nie deswegen, das wäre ja nicht zulässig, nein, da findet sich immer was anderes.

"wer den Hund prügeln will, findet immer ein Stöckchen".

Fairness-- he, wer redet denn von fair? Kann man das essen?

Ich bin nach 7 Jahren im Job und gerade 2 Monate befördert b3 Tage nach Diagnose, 1,5 Tage nach Durchsickern mit 3 Formfehlern in Kündigung abserviert worden,sofortige Freistellung, da man mich die letzten Monate lieber nicht sehen wollte. Rechtsstreit klar, später (in nem kleinen Kaff kriegt man viel mit) die Aussage vom AG (der verloren hat) "dass die sich in ihrer Sitaution noch wert, hätten wir nicht gedacht"

Und, leider, genauso ging es seitdem weiter. Und den Schuh, dass ich als gute Mitarbeiterin trotz MS das Problem nicht hätte.. den zieh ich mir nicht an. Kriegt man selbst von Leuten, die es besser wissen sollten, immer unterschwellig suggeriert, ich glaube, beim nächsten Mal klatsch ich da wen an die Wand.

Als ob jeder verbeamtet ist, super verständnisvolle Kollegen und AG hat, seit Ewigkeiten seinen Job und deshalb "tun die so was nicht".. jeder AG ist Marke Menschenfreund, an ihre Zahlen und Wirtschaftlichkeit denken die da nicht vorrangig.

Also, ich hab seit 11/2008 durch: die Stelle, die mich direkt abschossen (Päd, Assistenz, HL), Callcenter eines großen Klamottenladens, wo ich eigentlich wegen Projektassistenz anfing, dann nicht vom Telefon wegkam (200-Pers.-Großraumbüro). Da hab ICH schnell gekündigt, das ist für mich mit kognitiven Problemen und Tinitus echt der Knaller.

Hotelservice (kriegtens mit, fanden´s verdächtig, dann Betriebsunfall und sofort gekündigt worden).

Bankservice, innerhalb Probezeit tschüß.

Mal bei nem Zeitarbeitsunternehmen, wo ich eh nicht arbeiten wollte (Vorschlag von Arbeitsamt, 42 Wochenstunden, Nacht- und Wochenendschichten, 2h Anfahrt, schlecht bezahlt) auf die sehr unkorrekte Frage, hja, sie hätten Teilzeit ausgeschrieben, aber wieso ich TZ wolle.. ob ich krank wäre?>> da also mal stumpf ehjrlich geantwortet. Das war das kürzeste Bewerbungsgespräch, das ich in meinem ganzen bisherigen Leben hatte (Begrüßung war noch "können Sie schon morgen anfangen, Sie sind so hervorragend qualifiziert".. auf meine Antwort dann ein trockenes Husten und "tut uns leid, Sie ahben so schlechte Qualifikationen, wir können Ihnen GAR NICHTS anbieten".

Auf meine lächelnd gestellte Frage nach Putzjob war ich auch da unterqualifiziert. 4min von Beginn des Gesprächs bis Ende.

usw.

Okay, es kann wohl auch mal anders laufen.. also entweder bin ich der größte Pechvogel dieser Welt? Oder der größte Depp.

Jedenfalls hab ich jetzt in diesem Job mal höllisch drauf geachtet, meine Klappe zu halten.. und hab zu Juli nochmal halbes Jahr Verlängerung gekriegt (dann läuft das Projekt aus, bin aber schon gefragt worden, ob ich auch anderen Einsatzort nähme).

Okay, so viel dazu.

Dann noch: Mittlerweile hängt Rente nicht nur von "sichtbaren" Sachen ab, nur mal als Beispiel: bekannte von mir war wegen depressionen mit 60° GdB eingestuft, hatte Teilrente. Mittlerweile ist sie deshalb voll verrentet. Und Depressionen sieht man ja auch nicht.

Ich persönlich sehe für mich zu, nicht mehr so Jobs zu haben, die mich auffressen.. keine 80 Wochenstunden mehr plus Rufbereitschaft (ja, hatte ich mal. Und dann hats mich aber richtig zerlegt).

Ich versuch immer, Jobs zu finden, wo Konditionen und Umfeld "stimmt". Sprich:

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Hm, ich habe einige Freunde, die im IT-Bereich arbeiten; einige davon haben stressige Jobs, aber zwei auch weniger stressige. Bei denen ginge das, was auch bei mir geht: über den Arbeitstag verteilt mehrere pausen einlegen; das heißt zwar länger bleiben als andere, aber bei mir geht es damit ganz gut.

Ich drücke dir die Daumen, dass du so einen Job findest und auch bekommst.

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Nochmal aus Erfahrung: mir bekommts echt null, wenn Stress und Co.

hatte z.B. vor diesem Job ja nen Bankjob, Telefonservice, Teilzeit.. erstmal ließ es sich ganz gut an, dann legten die teamleiterinnen mit Dauergezicke los (weil sie wohl Schiss hatten, ich sag an ihrem Stuhl. Fragten sie auch dauernd, hatte ich nicht vor, sagte ich auch, aber das glaubten sie wohl mit dem Jobhintergrund nicht).

Außerdem durfte ich eigentlich wg. TZ nur 1 Pause (15min() machen, diese sollte am Stück sein. Dass ichs mehrfach ansprach, ob ich das nicht splitten könnte, brachte nix.. ich habs dann nachherw ie die anderen gemacht: Mal zur Teeküche, Tee holen oder WC (dafür dann eben nicht die eigentliche Pause).

Sprich: Mal ne Pause einschieben können ist für mich echt wichtig. Ich kriegs halt nicht mehr so hin, auch "nur" 6h mit nur einer Pause durchzuziehen, grad wenn mal eben HighLife-in-Tüten war ;-S

Es ist nicht so ganz einfach, so was zu finden.. im Moment bin ich (BIS AUF DEN GOTTVERD* BAULÄRM) ganz gut untergekommen, die Leute sind wirklich nett, keine komischen Aktionen (so was streßt mich echt) und wenn ich sag, "Stopp, eins nach dem anderen".. oder "ich brauch grad mal kleine Pause", da kräht keiner nach.

Und nicht mal, falls ich irgendwie nen Fehler mach.. was mir ja irgendwie nicht geheuer ist?

denn leider, Mrs. 150% macht heute mal doofe Fehler, wenn zu viel gleichzeitig ist.. oder ich kontrollier ein Protokoll 3-4x, versende es.. und stelle dann fest, es ist ein Datumsfehler drin.

Ich denk immer, da kommt noch nen richtiger Rüffel.. aber nö, sagt, NIEMAND was.

Und nein, sie wissen nix von meiner Krankheit.

Und wir arbeiten nicht grad pillepapp.. aber es scheint, als ob sie glauben, wenn anderes stimmt und ich sonst zuverlässig bin, dann passt das schon?

Mir gruselt´s jetzt schon vor dem nächsten Job (dieser ist befristet), wo das wieder ganz anders aussehen mag..

So dumm es klingt: es wird schon, ich zieh halt weiter und irgendwie, irgendwo findet sich schon was- zu d3er Einstellung bin ich mittlerweile gekommen (nebenbei: ich seh z.B. die Protokolle von meinem Chef.. und der macht auch mal nen Fehler)

Edited by SchnickSchnack

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Hallo,

da möchte ich mich doch auch mal zu Wort melden.

Ich war im medizinischen Bereich tätig, als ich meine Diagnose bekam. Meine Chef´s waren zunächst sehr verständnisvoll. Aber im laufe der zeit wurde es für mich immer schwieriger dem Streß stand zu halten. Ich habe zunächst die Stunden reduziert, aber irgendwann wollten meine Chef´s halt nicht mehr so recht mitspielen und mir auch den streßreduzierten Arbeitsplatz nicht wirklich ermöglichen. Da hab ich mir einen neuen Job gesucht, dort aber nichts von meiner Krankheit erzählt. Das war sehr schwierig für mich, da es mir zunehmend schlechter ging. nach einem 3/4 Jahr hatte ich einen Schub, hab mich trotz Kortison aber nur eine Woche krankschreiben lassen, und mußte mir anschließend anhören, ich hätte mir wohl eine Auszeit genommen. Als es dann nicht mehr anders ging, habe ich meiner Arbeitgeberin die MS als "Neudiagnose" verkauft. Sie war zunächst sehr mitfühlend und alles schien gut, doch 2 Monate später ging es mir wieder sehr schlecht (Depressionen und wieder neue Läsionen, mit Therapieumstellung) und ich wurde krankgeschrieben. Das alles fand in der Urlaubszeit statt, so daß eigentlich auch kein wirklicher Arbeitsausfall da war. Doch nach 1 1/2 Wochen bekam ich die Kündigung. das Integrationsamt hat der Kündigung auch zugestimmt, da "wirtschaftliche Gründe" angegeben wurden. Ich hatte zwischenzeitlich schon eine Teilrente beantragt, die wurde aber abgelehnt, da ich lt Gutachterin "nicht oft genug krank war". Also, erstmal eine Reha, da hat man festgestellt, das ich max. noch 20 Std. arbeiten kann, aber auf keinen Fall mehr in meinem erlernten Beruf. Danach wieder Antrag auf Teilrente und arbeitslos gemeldet. Eine Umschulung kam nicht in Frage, da ich ja nur noch 20 Std. arbeiten kann und da würde die Umschulung wohl 4 Jahre dauern, und das zahlt das Amt nicht. :-(. Nach langem hin und her, wurde dann von der Rentenversicherung die volle Erwerbsunfähigkeitsrente bewilligt.

Tja, und nun darf ich garnicht arbeiten, da die Rente befristet ist, behält die RV sich vor bei einem 450 € Job die Rente zu kürzen oder ganz zu streichen. Nächstes Jahr im April läuft meine Rente aus, und ich muß jetzt schon wieder einen neuen Antrag stellen, damit es bis dahin entschieden ist wie es weitergeht.

Also, ich rate Dir, stell einen Antrag für ne Reha (Maßnahme zur Teilhabe am Arbeitsleben), such Dir eine Klinik, die auf MS spezialisiert ist , die kannst Du im Reha-Antrag schon als Wunschklinik angeben. Dort kann man Dir sicher weiterhelfen, auch was eine Teilrente angeht.

Und laß dich nicht abwimmeln mit "man sieht ja nichts". Das ist totaler Schwachsinn. Natürlich sieht man bei den meisten von uns nichts, denn wenn man was sieht, ist es meistens schon soweit fortgeschritten, daß man kaum noch arbeiten kann.

Ich wünsch Dir viel Glck und Kraft auf dem Weg

LG

Sabine

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"Und laß dich nicht abwimmeln mit "man sieht ja nichts". Das ist totaler Schwachsinn. "

Dem möchte ich mal voll und ganz zustimmen!

Muss ich erst den Kopf unter´m Arm tragen, bevor ich "was hab"?

Selbst meine Eltern denken das, was auch mit 41 total nervt.

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Dieser blöde Satz: Man sieht ja nix!!

Ich bin froh, dass man mir noch nix ansieht! Die meinen man sitzt mit MS sofort im Rolli.

Manche Leute haben halt null Verständnis, weil sie null Ahnung von unserer lieben "Freundin" haben.

Man muss sich schon ein dickeres Fell anlegen.

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Heideblitz! Wohl scheint es, dass es mehreren von "uns" nicht so mit dem Jobglück haben!..

@ SchnickSchnack, also ich finde die ganze Story unglaublich .. krass würd ich jetzt sagen. Das ist mehr als man kaum ertragen kann. Ein ständiges hin und her und dies und das und überhaupt und sowieso. Allein vom Lesen werd ich schon ganz unruhig. Ich hoffe wirklich sehr, dass sich das für Dich Richtige findet, damit Du ohne Stress einen passenden Job mit netten Kollegen bekommst!!! Wirklich! Ich habe auch schon überlegt, ob ich die olle "MS" das nächste Mal einfach nicht mit anspreche... allerdings hätte ich schon Angst, wenns dann rauskommt, mir die Kündigung droht, aus welchem Grund auch immer. In den Konditoreien wo ich bisher gearbeitet habe hat das jeder Chef voll akzeptiert, dass ich hektik und Ofenarbeit nicht packe. Tja, im Eifer des Gefechts ist das nicht so leicht umzusetzen... und somit, ja... Peng.

@v8kuenzer, nun ich habe schon eine Reha hinter mir, dort hat man mir auch ans Herz gelegt sofort umzuschulen und eine Teilerwerbsminderung zu beantragen. Diese Minderungsrentengeschichte ist so ein nervtötender Marathonlauf zu sämtlichen Amtsärzten auf Gottes weiter Erde, dass es mich fast noch mehr gestresst hat, als eine Plätzchenproduktion... :P . Die letzte Ärztin die mich untersucht hat, hat ständig auf mich eingeredet "man sieht ja nichts bei ihnen! Da ist doch alles tiptop in Ordnung, MS ist auch eine Kopfsache, wissen sie?" <<<-- So wurde ich abgestempelt und gut is... supi, ich wollte sowieso keine Rente und mich einschränken lassen, ich hab mir nur den Rat der Ärzte zu Herzen genommen und es versucht. Mit 28 hat man schliesslich noch vor, sich etwas aufzubauen... Was ja auch nicht einfach ist, wenn es keinen passenden Job gibt. Ich wünsche Dir, v8kuenzer, dass sich auch für Dich alles nur zum Besten entwickelt! *daumendrück*

Heute durfte ich mir in der Arbeit anhören, (obwohl die ja wissen, dass ich MS habe) dass ich gefälligst mitdenken soll, ich sei so vergesslich und konzentriere mich zu schlecht! Ja.. ach ne (I-aaaaaahhhhh) ?! Das baut einen ja so auf... (=___=) verdammt...

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Hallo zusammen...

@Sherry Birkin: Bei deinem letzten Absatz musste ich schmunzeln... wäre es nicht so traurig... Konnte mir auch schon in der Vergangenheit den ein oder anderen Spruch bzgl. Vergesslichkeit, Konzentration etc. anhören... Wobei die harmlos sind/waren. Da kann ich drüber stehen. Schlimmer finde ich eher den genervten Unterton, wenn man mal wieder nicht gleich was verstanden oder was vergessen hat... Aber gut... auch da muss man drüber hinweg hören.

Was mich zur Zeit sehr aufregt ist: Es wird oft das Thema Arbeitsbeginn angesprochen und es kommen blöde Kommentare, weil ich meistens "erst" kurz nach 8 und montags meistens erst 9 Uhr da bin.

Da wir offen über vieles reden, habe ich gesagt, dass ich immer müde bin (wobei ich die Abgrenzung zwischen Fatique + normaler Müdigkeit + Depressionsmüdigkeit noch nicht wirklich verstanden habe) und nur schwer aus dem Bett komme und auch Schlafstörungen habe...Wie sonst soll ich das bitte kompensieren, vor allem wenn noch 1 Stunde Fahrzeit hinzu kommt ... Außerdem haben wir Gleitzeit und niemand ist arbeitstechnisch von mir abhängig, also wen juckts?...

Als Antwort kriegt man dann "Ja ich bin auch immer müde, werde nachts oft wach und stehe trotzdem früh auf"... Heute wurde ich auch wieder gefragt, ob ich morgen "vor dem Aufstehen" auf Arbeit bin. Das hat mal wieder ein wenig mein Appellohr erreicht. Ich sagte aber, ich wüsste es noch nicht... Beim nächsten doofen Spruch, werde ich wohl mal fragen, warum ich eigentlich Rechenschaft ablegen muss und ob se wissen, dass wir Gleitzeit haben... Mit meiner MS brauch ich bei den ganzen Sachen gar nicht zu argumentieren, weil es sowieso immer heißt "Ja so geht es mir auch" (sinngemäß: Was willst du eigentlich? Deine Probleme haben wir auch.) Ganz im Gegenteil, in der Vergangenheit habe ich mal vernommen, wie eine Kollegin zu einer anderen sagte, als ich mich mal einen Hauch entfernt hatte..."Jetzt kommt sie wieder damit" (Da hatte ich aus Versehen gesagt, dass "WIR eben mehr Schlaf benötigen, weil die übrig gebliebenen gesunden Nerven für die Kaputten mitackern müssen" [so hat es mal ein Neuro erklärt. Das ist eben Schwerstarbeit für Körper und Geist])... Glaube nicht, dass ich mich da verhört hatte... Seitdem versuche ich, das Thema nicht mehr anzusprechen. Sie wollen sich nicht über die Krankheit informieren und sie werden es auch nicht. Müssen se ja auch nicht. Ich denke mir nur dabei...

Ihr müsst euch nicht mit MS auskennen. Ihr müsst euch nicht informieren. Aber wenn man keine Ahnung hat, einfach mal Klappe halten. ;)

Ohren zu und durch :( LG Dori

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noch mal Hallo,

also wenn ich das hier so lese, und an meine Arbeit zurückdenke, hab ich das Gefühl, viele Kollegen meinen, man würde sich auf seiner Krankheit ausruhen wollen. Ist ja auch toll, so ein Argument zu haben.Haha, aber das es irgendwann wirklich nicht mehr geht, das können und wollen die meisten nicht verstehen. Wobei ich glaube das das "Wollen" hier im Vordergrund steht.

Natürlich kann man auch mal alles geben, aber die Quittung kriegt man dann am nächsten Tag, da geht dann meist nichts mehr.

@Sherry:

Also, die Sache mit den Gutachtern kenn ich auch, die eine Gutachterin hat mich nur über mein Privatleben ausgefragt, keine Untersuchung durchgeführt und dann eben diesen Spruch abgelassen: "Es geht Ihnen doch gut, außerdem waren sie nicht oft genug krank". Also so was blödes aber auch. Ich frage mich immer noch was die Beziehung zu meinen Eltern ( ich bin 41 Jahre alt), oder zu meinen Geschwistern bzw. dem Freundeskreis mit meiner Arbeitsfähigkeit zu tun hat. Viele Gutachter haben von dem Krankheitsbild überhaupt keine Ahnung. Traurig aber war. Und dann geht es einem schon total besch... und da muß man sich dann auch noch mit so was rumärgern. Dabei sollen wir doch Streß vermeiden, oder?

Also Unterstützung in diesen ganzen Rechtsangelegenheiten hab ich durch den VdK bekommen. Falls Du noch kein Mitglied in einem Sozialverband bist, solltest Du das schleunigst machen. Ist wirklich hilfreich.

LG

Sabine

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Oh gott wenn ich das hier lese,wird mir ganz schlecht.Werde nächste Woche nach fünf Wochen Krank (meinem ersten Schub) wieder arbeiten gehen.Bin Kellnerin in einen sehr großen Restaurant und wenn ich euch so hör,wie eure Arbeitgeber damit umgehen,na herzlichen Glückwunsch.Da ist ja die Kündigung nur eine Frage der Zeit.Hat jemand etwas positives zu berichten?

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Guest

Hallo Allina,

im Moment noch positiv. Mein Arbeitgeber weiß Bescheid, allerdings bin ich im Öffentlichen Dienst tätig. D. h. es gibt einen Personalrat, eine Schwerbehindertenvertretung und, viel wichtiger, entsprechende gesetzliche Regelungen für einen Schwerbehinderten, an die sich der Arbeitgeber halten muss.

Aber vielleicht fällt ihnen noch ein Kündigungsgrund ein? Ich hoffe nicht. War zur Reha und habe jetzt Erwerbsminderungsrente beantragt.

Jetzt schickt mir die Rentenversicherung ein Schreiben: Aufforderung zur Abgabe einer gesonderten Meldung durch den Arbeitgeber. Kennt sich damit jemand aus? Mein Arbeitgeber soll von dem Antrag erst mal nichts wissen.

LG

Madeira

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Guest

Hallo rosaorchidee,

ich bin gleichgestellt. Trotzdem wird der Arbeitgeber immer einen Grund finden, eine Kündigung durchzusetzen. Vielleicht ist er dann auch mit meinem Antrag auf Stundenreduzierung nicht einverstanden. Ich möchte eine Teilerwerbsrente, damit ich, wie gesagt, meine Stunden reduzieren kann. Aber vielleicht wird mein Antrag auch abgelehnt, deshalb wollte ich keine schlafenden Hunde wecken.

Wenn ich Dich richtig verstanden habe, muss ich diesen Antrag beim Arbeitgeber abgeben? Damit weiß er natürlich Bescheid, finde ich nicht so toll. Wird mir wohl nichts anderes übrig bleiben.

LG, einen schönen Abend

Madeira

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Hallo Sherry,

Puhhhh, das ist ja teilweise wirklich hart, was da bei der Arbeit los ist :-( Da kann ich mich richtig glücklich schätzen:

Die Diagnose habe ich seit 3,5 Jahren und seit 1,5 Jahren arbeite ich in einem kleinen Wohnheim für Jugendliche. Dort habe ich mehrmals die Woche 24-Stunden Schichtdient und bin damit sehr zufrieden. Eben deshalb hatte ich richtig Sorge, bezüglich der MS mit offenen Karten zu spielen... Denn die Arbeit macht mir viel Spaß, ich habe einen kurzen Anfahrtsweg, das Gehalt ist auch gut und obwohl das Team einschließlich Heimleitung wunderbar ist, hatte ich Angst vor komischen Reaktionen, Vorbehalten und nicht zuletzt vor dem Verlust der Arbeitsstelle.

Also habe ich erstmal drauflos gearbeitet. Aber dann kam ein scheußlich mieses MRT-Ergebnis und es war drei Jahre nach der Diagnose doch der Punkt erreicht, an dem ich mich auf ein Medikament eingelassen habe. Hallo Copaxone, hallo Thema Kühlschranklagerung auf der Arbeit....

Und dann habe ich meinen Mut zusammengenommen und das Gespräch mit meinem Chef gesucht. Seine Reaktion war so wie ich es jedem wünschen würde: "Was brauchst du? Weniger Nachtschichten? Mehr freie Tage? Sollen wir den Dienstplan anpassen? Sag´ mir einfach, was du brauchst und dann machen wir das." :-) :-) :-)

Ich brauchte bislang nichts und bin inzwischen wie geplant zur Teamleiterin befördert worden. Mehr Raum als der für die Spritzen und Kühlelemente im Kühlschrank sowie 20 Minuten Zeit für die Injektion und die täglichen Übungen gebe ich der MS während der Arbeit nicht. Sie lässt mich auch weitgehend in Ruhe und man merkt sie mir nicht an. Mal sehen, was noch kommt, aber ich lasse mir meinen Optimismus nicht nehmen und bin auch nicht bereit, zwei kleinen Buchstaben mein Arbeitsfeld zu überlassen :-p

zu deinen Fragen:

"Wie arbeitet ihr, damit es euch gut geht?"

Ich habe mich Stück für Stück von dem unerreichbaren Anspruch verabschiedet, perfekt sein zu müssen. Ich arbeite aber immer so engagiert, dass ich vor mir selbst gerade stehen und mit meiner Leistung zufrieden sein kann. Je nach Anforderung bin ich mit Herz und Verstand bei der Sache, lasse aber die Bürotür auch hin und wieder einfach mal eine Weile zu. Ich habe gelernt, dass ich nicht jederzeit der Himpelpimpelpesepamel für alles und alle sein muss.

Habt ihr euren Frieden in eurer Versorgung gefunden?

Ja, ich bin zu-frieden mit dem was ich mache und wie ich es mache. Da ich mich und meine zwei Hunde allein versorge, wird mir wohl immer eine gewisse Unsicherheit bleiben. Die nehme ich aber im Tausch gegen Unabhängigkeit gerne in Kauf. Auch weil ich von meinem anfänglichen Ich-lande-im-Rolli-Horrortrip längst runter bin. Es kommt, wie es kommt und bis jetzt ist alles immer gut gegangen oder wieder gut geworden. Sowas versuche ich bewusst wahrzunehmen und hüte mich gleichzeitig vor negativen selbsterfüllenden Prophezeiungen ;-)

Vielleicht hat ja auch einer nen Tipp für mich was ich tun kann, damit sowas nicht nochmal passiert.

Hmm, also meiner Ansicht nach kommt ein Schub oder er kommt eben nicht. Sicher kann es aber nicht schaden, Ziele optimistisch und gelassen ins Auge zu fassen. Durch meine persönliche Erfahrung denke ich, dass es einem Arbeitnehmer durchaus viel Unsicherheit nehmen kann, wenn man nicht sofort mit der Tür ins Haus fällt sondern ihm erstmal eine ganze Weile zeigt, dass man gute Arbeit leisten kann und will. Als ich meinem Chef nach einem Jahr von der MS erzählt habe, hatte er schon 12 Monate lang Zeit, mich als engagierte Mitarbeiterin und damit als Gewinn für die Firma zu erleben. Hier muss man natürlich immer abschätzen, ob man es dem Arbeitgeber tatsächlich verschweigen darf. Wenn schon klar ist, dass die MS auf jeden Fall negative Auswirkungen auf die Tätigkeit hat, für die man eingestellt wird, muss man es soviel ich weiß schon vorher mitteilen.

Liebe Grüße -

Bine

Edited by Sabine Maurer
hatte was vergessen :-)

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Hallo,

wenn ich mir so die Beiträge durchlese, denke ich immer trotz der eigentlich schlimmen Tatsachen, das es mir echt gut tut nicht allein mit solchen Dingen darzustehen. Viel zu oft, versucht man sich an der Gesellschaft zu orientieren, die MS gänzlich ausschliesst im alltäglichen Leben.

Ich habe derzeit eine ähnliche Problemtaik.

Bin gelernte Hotelfachfrau, habe dort nie wirklich gearbeitet weil ich die ins Büro wollte, bzw. geregelt arbeiten wollte. Von dort aus bin ich über einen Friseurgrosshandel in eine onlinebasierte Software für Buchhaltung (sehr speziell), durch Depressionen und langem Arbeitsausfall den Job nach 3 Jahren, letztes Jahr verloren. 2012 auch Diagnose bekommen und 3 Schübe.. Hab mich aufgerappelt und bin nun Personaldisponentin bis zum Ende diesen Monats. Hier hab ich eine 50% Quote im Service, also körperlich zu tun. Und das hat mir nun deutlich gezeigt wo meine Grenzen sind, mein AG hats auch gemerkt, deswegen nun Kündigung, was eigentlich eine 'Erlösung für mich ist. Also körperlich kann ich nun nicht mehr gut arbeiten und will ich auch nicht. Problem bei der Jobsuche is aber, ich habe keine wirkliche Büroquali, nur Erfahrung..und das nich mal allgemein, meist sehr spezielle, da ich immer Quereinsteigerin war.

War nun beim A-Amt, von wegen was man machen kann. Ich will arbeiten, ohne komm ich nicht klar.

Der MA sagte von sich aus, ich sollte eine Umschulung machen, er kümmert sich nun darum den Antrag durchzukriegen. Solange soll ich mich mal zurück lehnen, er würde ja sehen das ich noch echt angeschlagen bin von dem letzten Jahr. ALG1 reicht um zu leben, (was auch stimmt.Soviel krieg ich nie wieder !!) also soll ich mich einfach darauf einlassen. War echt überrascht, so ein Feedback zu kriegen.

Bewerbungstechnisch kommt eh wenig bei rum. Schreibe seit 3 Monaten mind. 6-7 in der Woche. Mir fehlt z.B. das gesamte MS_Office Paket in der Praxis. Und ohne is es echt schwer nen "normalen'" Bürojob zu kriegen.

Hab nun noch evt. eine Option auf einen Job, aber soll ich den dann ausschlagen und wirklich die Umschulung machen solange sie mir angeboten wird? Ich muss ja auch noch fast 40 Jahre arbeiten o.O.....

Man, ich hasse Entscheidungen treffen.

Was meint ihr?

Liebe Grüße

Edited by Schlunzi

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Hallo,

ich habe einige Fragen. Ich bin 24 Jahre alt und habe seit Oktober 2011 MS. Ich fühle mich noch ganz gut,habe auch keine großen Beeinträchtigungen. Ich bin Erzieherin,aber krank geschrieben. Mein Krankengeld läuft im August 2013 aus. Mein AG,bei dem ich NOCH angestellt bin,kann mich aber nicht mehr als Erzieherin einstellen,weil den ein ärztliches Attest vorliegt,was besagt, dass ich weder in Schichtenarbeiten kann,noch heben etc. Also als erzieherin praktisch nicht mehr arbeiten kann. Der Rehaträger weiß nicht so richtig weiter und der AG sowieso nicht. Ich will jetzt ein rehaassesment machen bei einem Berufsförderungswerk und dann eventuell eine Umschulung im Bürobereich.

Rente kann und will ich nicht beantragen(da ich noch jung bin und Lust habe zu arbeiten).

Hat jemand Erfahrung mit dem Rehaassesment? Geht es jemand genauso oder habt ihr noch ein paar Tipps für mich?

Ich habe Behinderungsgrad 30 und die Gleichstellung vom Arbeitsamt.

LG

Laura

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Guest Phönix80

huhu,

ich mache einen job, der theoretisch gift für mich ist. ich bin gelernte zahnarzthelferin, der job machte mir aber nicht mehr besonders viel spaß und ich habe etwas gesucht, was mir mehr geld und zeit für meine familie bringt. dadurch bin ich bei ups gelandet, ich arbeite nur nachts, am flughafen, mit lauten bandanlagen, lauten flugzeugen direkt vor der halle, unter höchstem zeitdruck, damit auch morgen früh alle ihre dringenden sendungen bekommen, unter körperlicher höchstleistung, egal wie kalt es ist, im winter ist es auch mal unter dem gefrierpunkt oder wie warm es ist, in den letzten tagen ist es ja extrem heiss gewesen, und die pakete wiegen auch gerne mal über 30 kg, die ich auch schon mal alleine heben muss, wenn mein einizger kollege, der von meiner krankheit weiß mir gerade nicht helfen kann. klar macht mir meine ms mal probleme, ich hatte einen schub in der zeit, der aber vermutlich nicht mit dem job zu tun hatte und ich habe ab und an auch mit fatigue dem blödmann probleme. und wir reden hier von rund 4-7 tonnen, die ich fast komplett alleine bewege, in 3,5 std. es ist glaube ich viel eine einstellungssache, ich mache meinen job gerne, ich liebe es mit meinem kollegen zusammen zu arbeiten, weil er ein absoluter ruhepol für mich ist und mir sofort ansieht, wenn es mir schlecht geht, dann hilft er mir soviel er kann. ich brauche diesen stressigen job einfach auch ein bisschen und ich liebe die fliegerei und auch das gute geld, das ich dort verdiene und am meisten erfüllt es mich, dass ich morgens meine kleine tochter in die kita bringen und sie nachmittags wieder abholen kann und zeit für sie und meinen mann habe, das hätte ich in meinem ruhigen job nicht, da würde ich sie morgens schnell abfertigen und erst abends beim ins bett bringen wieder sehen. man muss das positive sehen, ich denke das bringt unheimlich viel.

lg konny

Edited by konny4480

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Heideblitz, da sind ja mächtig Antworten gerieselt. Also ich muss schon sagen, bemerkenswert wie ihr alle damit umgeht, das macht mir ein wenig Mut! Da ist jetzt noch die Frage: ich habe einen "Behinderungsgrad" bzw. diese Einstufung von 30% . Bin ich in diesem Fall denn nun verpflichtet, die MS dem Arbeitgeber mitzuteilen, oder kann ich das immer noch ein wenig unter den Teppich kehren? Soweit ich weiss, ist man nur verpflichtet, wahrheitsgetreu zu antworten, wenn man direkt gefragt wird. Ansonten würde ich die Taktik gerne mal nutzen, nicht gleich mit der Tür ins Haus zu treten.

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30° sind keine schwerbehindrerung, das geht mit anderen Worten arbeitsrechtlich n iemanden was an. Die Frage nach einer SCHWERbehinderung darf gestellt werden.. muss eigentlich ehrlich beantwortet werden,d a das ja auch in anderer Hinsicht wichtig sein kann (z.B. weil der AG seine Quote erfüllen kann, dann auch,w enn man die zusätzlichen Urlaubstage will.. usw.9

Aber 30.. brauchst Du niemandem sagen, welche Diagnose dahinter steht, geht generell in keinem Fall wen was an (außer Dir).

Gleichstellung (30 auf 50) kann man beantragen, das bringt bissl arbeitsrechlich was, aber bitte nicht drauf reinfallen, dass man da schon mehr Urlaub hat o.ä. Und bitte, auch wenn´s immer keiner hören will, nicht glauben, mit GdB ist man unkündbar. Da muss nur das Integrationsamt gehört werden.. und im Endeffekt wird da abgenickt, es gibt vielleicht nur ne nettere Abfindung, wenn man Glück hat.

ich hab unglaublich filminante 20,w eil mein damaliger neuro und auch das doretige Amt wohl mit ner MS nix anzufangen wußten.. ich sag´s keinem.

Halt gelogen, ich habs einmal gesagt, als ich den Job definitiv auf gar keinen Fall wollte- und die Personalerin auch noch total unkorrekt fragte (war nen Teilzeitjob, am besten morgen anfangen, zeitarbeit, total unterbezahlt, "sie sind so qualifiziert.. weshalb wollen Sie denn TZ? Haben sie ne Krankheit? Ne Schwerbehinderung? Echt? Welche Krankheit? Oh, äh.. leider sind sie total unqualifiziert, wir haben GAR keinen Job für sie")

Ansonsten, wie gesagt, der Mantel des Schweigens...

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@ SchnickSchnack, vielen Dank für die Aufklärung. Also muss ich die 30% garnicht angeben. Sehr gut!

 

Am Montag habe ich ein Vorstellungsgespräch, ich weiss nicht ob ich es sagen soll, ich bin da schon eher offen für sowas. Vor allem wenn man mich fragt "warum sind Sie denn so lange aus ihrem Beruf draussen?" oder "sie haben eine Umschulung gemacht? Aus welchem Grund?" Naja und da möchte ich eigentlich nicht daherlügen, so bin ich halt nicht. Kommt jetzt auch einfach drauf an, ob ich mich in dem Laden da wohl fühle. Hmm ich weiss ja nicht... mal überlegen. Achja nun bin ich doch tatsächlich noch gekündigt worden :P meine Chefs sind eben auch wie alle Anderen: Jeder ist sich selbst der Nächste....

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Hey Sherry Birkin,

für Dein Vorstellungsgespräch am Montag wünsche ich Dir alles Gute. Überlege nicht soviel "was sagen", "was nicht sagen"...... antworte einfach spontan. Es kommt auf Dein Gegenüber, auf seine Fragen, auf Deine Laune und, und, und an.

Geh dorthin und sei einfach Du !!

Dann klappt das auch.

 

Und mit Deinem Schlußsatz "jeder ist sich selbst der Nächste", damit hast Du auch recht. Denke daran.... auch Du selbst solltest Dir am nächsten sein !!

 

LG. von Ute

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@ u.w.e. vielen Dank :) ich bin ja mal gespannt auf die Stelle. Ich hoffe das klappt, denn ab September sitze ich sonst ohne Job da.

Hmm ja sich selbst der Nächste sein... ich sage nichts gegen einen gesunden Egoismus, doch manche Menschen (z.B. meine jetzigen Chefs) machen ganz klar, dass man sich nicht an Aussagen und Versprechungen halten muss, wenn es um einen selbst geht. Es kommt immer auf das Maß an.

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