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claudia19

es geht nicht mehr

34 posts in this topic

Hallo zusammen,

ich habe seit 92 die Diagnose und mein größte Problem ist auch die Fatigue und kognitive Probleme, die im Laufe des Tages immer extremer werden.

Letztes Jahr hatte ich meine erste REHA, bei der in der Beurteilung stand, dass ich nur noch 3-6 Stunden arbeitsfähig sei. Ich wollte das nicht so wahrhaben-man hält sich für stärker. Ich dachte noch, die Beurteilung lege ich in die Schublade und wenn es mal nötig wird, hole ich sie raus.

Falsch gedacht. Das ging von der REHA Klinik an die DRV und die forderten mich auf, einen Rentenantrag zu stellen.

(Wenn ich mich später dafür entschieden hätte, hätte ich die Mühlen wieder von vorne laufen lassen müssen-Gutachter u.s.w.) Dann ging es ganz schnell. Aus der REHA Mitte Juli entlassen und im Oktober hatte ich die Teilberentung unbefristet. Mein Arbeitgeber ist natürlich "hocherfreut".

Mittlerweile habe ich sogar das Gefühl, dass ich die reduzierten Stunden nicht mehr richtig gebacken kriege.

Ich bin hin und hergerissen-einerseits hoffe ich irgendwie, dass ich nach meiner nächsten REHA 2014 die Empfehlung für eine Vollberentung bekomme, andeererseits will ich nicht wahrhaben, dass mein Arbeitsleben mit dann 45 schon vorbei sein soll.

Man wird sehen.

Liebe Grüße

Nalle

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Ja sieht so aus, dass es bei jedem anders läuft. Danke erstmal für eure Antworten.

Werde erst einmal die Reha machen und dann sehen wir weiter

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hallo nalle,

da geht es dir exakt wir mir ... meine derzeitige stimmungslage habe ich in dem anderen thread "und jetzt" beschrieben. ich weiß schon, was für mich wohl das beste wäre, aber bin hin- und hergerissen...

ich krieg auch in den 4,5 stunden am tag nichts gebacken. merke nicht nur ich, auch meine vorgesetzten. das führt dazu, dass ich mittlerweile theoretisch einen recht "ruhigen" job hab, wobei es durchaus stress verursacht, immer so tun zu müssen, als täte man was. und das während um einen rum die kollegennicht wissen, wo ihnen der kopf steht.

man traut mir schon mal nichts mehr zu und teilweise wurde schon versucht, mir sachen unterzuschieben, die ich garantiert so nicht gesagt hatte. man merkt halt, dass ich mir nicht alles merken kann. dagegen groß was zu unternehmen , dazu fehlt mir die kraft.

einen anderen job intern zu suchen, nein, wenn ich nur an neue kollegen, neue aufgaben denke, fällt das auch schon wieder flach. schaff ich sicher nicht mehr und es gibt kaum jobs mit meiner einstufung, und da zurückstecken, heißt ja für später auch wieder weniger rente ... irgendwie steck ich total fest.

Edited by claudia19

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Hallo Claudia,

bei dem, was Du hier und auch in anderen Threads beschreibst, denke ich manchmal:das hätte ich schreiben können.

Wenn ich all die Sachen lese, wüßte ich immer haargenau, was ich raten würde und merke doch selber, dass ich es für mich nicht anwenden kann.

Natürlich wäre es irgendwie ein heftiger Schritt, schon in Rente zu sein-die finanziellen Einbußen sind auch nicht zu verachten. Doch wir leben jetzt!!! Was nützt es uns, wenn wir unserer Gesundheit riskieren, denn der Druck, den wir uns machen und auch machen lassen (Chef, Kollegen, Überlegungen u.s.w.) geht auf Dauer auch nicht spurlos an uns vorbei.

In vernünftigen Momenten denke ich immer, das kriegen wir schon irgendwie hin, auch wenn es mal finanziell weniger ist. Ich arbeite in einer Bank und sehe täglich mit wie wenig Rente manche Leute zurecht kommen müssen und es geht!!

Mal schauen, morgen denke ich vielleicht wieder Anders.

Da meine nächste REHA erst 2014 wieder ansteht, werde ich bis dahin auch nicht unternehmen.

Ein guter Freund sagte mir mal, sei froh und es ist richtig, dass Du die Entscheidung getroffen hast (es hatte mich ja keiner gezwungen) bevor die Krankheit die Entscheidung trifft-Recht hat er.

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nalle, das stimmt: wir leben jetzt und wer weiß, was in der zukunft mal kommt. aber ... dieses ABER ist halt im moment irgendwie noch zu groß. andererseits, je mehr ich darüber nachdenke, desto mehr kristallisiert es sich halt heraus, dass die volle rente wohl der einzige "vernünftige" weg ist. und mit einem 450 euro job dazu ...

ich gehör ja zu den eher älteren semestern hier (anfang 50), es ist aber trotzdem kein leichter schritt, vollkommen aus dema rbeitsleben auszusteigen, zumal ich ja eigentlich meinen absoluten traumjob hatte, bis vor ein paar jahren, als ich dann einfach nicht mehr so konnte, wie ich es gewohnt war. danke für deinen beitrag!

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Na, dann melde ich mich auch noch einmal zu diesem Thema zu Wort.

Ich bin seit einem Monat aus der Reha zurück, habe seit wenigen Tagen den endgültigen Entlassungsbericht und in diesem wird eine Erwerbsminderungsrente befürwortet.

Da ich seit Oktober es nie länger als 3-4 Wochen ohne Erkrankung geschafft habe zu arbeiten (Grippe, Magen-Darm, Gleichgewichtsstörungen, starke Fatigueschübe, Gyn-OP...) war ich ganz stolz, dass ich es einen Monat ohne Krankmeldung geschafft habe. Ich habe es nur leise gedacht und nicht ausgesprochen und einen Tag später war der dicke Schub da. Ich bin taub vom kleinen Zeh bis zur Brust, aber die Motorik ist vorhanden, das gleiche im anderen Bein aber da nur Fuß und Unterschenkel.

Ich werde nun den Schritt gehen únd mich an die RV wenden um zu wissen, was ich machen muss um einen Erwerbsminderungsantrag zu stellen. Ich bin gerade 40 Jahre geworden, aber was habe ich davon, wenn ich mich im Berufsalltag kaputt mache, nur damit ich im Alter einige Euros mehr Rente bekomme. Ich lebe jetzt und was in 25 Jahren sein wird kann mir keiner sagen.

Wer bestimmt, wieviele Stunden ich täglich arbeite wenn ich die Empfehlung von mehr als drei und kürzer als 6 Stunden habe? Die Rentenversicherung, der Arbeitsgeber, meine Ärzte, ich oder........???

Die Fatigue macht mich so fertig, dass ich wenn ich Vollzeit arbeite den ganzen Nachmittag nichts mehr geschafft bekomme, nur schlafe und abends noch kurz wach bin, das hat auf Dauer keine Lebensqualität.

Aber ein Erwerbsminderungsantrag bedeutet für mich auch, endgültig zu akzeptieren, dass nicht mehr alles so ist wie früher, ein Eingeständnis dass ich nicht mehr so kann wie ich es gerne würde - dabei weiß ich es, aber ich verdränge es auch gerne.

Gruß Anne

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Hallo Anne,

habe ich das richtig verstanden-hast Du jetzt direkt nach der REHA den Schub?

Zu der anderen Sache: Du hast in dem Entlassungsbericht eine Beurteilung, dass Dur nur zw. 3 und 6 Stunden arbeitsfähig bist. Dieser Bericht geht auch an die Rentenkasse und Du bekommst von denen Post, in der Du befragt wirst, ob Du einen Antrag auf Teilerwersminderungsrente stellen willst. Dann hatte ich einen Termin bei der Rentenberatung gemacht, die mir mitteilten, wie hoch meine Teilrente sei und wieviel ich monatlich als Höchstverdienst dazuverdienen darf. Dann habe ich mir ausgerechnet, dass das passt, wenn ich 5 Stunden täglich arbeite (64% von meinem früheren Verdienst) Beides zusammen ergibt ein bißchen mehr, als ich vorher verdient hatte. Allerdings muss ich davon ein bißchen zurückhalten, weil die Rente nachversteuert wird (wieviel ich dann Steuern nachzahlen muss, erfahre ich dann nächstes Jahr nach meiner Steuererklärung-Überraschung) Die Rentenberatung hat mit mir dann den Antrag gestellt. Als der Bescheid da war, habe ich dem Arbeitgeber meinen Wunsch nach Reduzierung mitgeteilt und seit Januar läuft das Ganze. Ich war überrascht, wie schnell es dann doch ging. Entlassung aus der REHA Mitte Juli 2012, Antrag erst im September gestellt- Ende Oktober kam der Bescheid und dann Einigung mit dem Arbeitgeber Jan. 2013-der muss ja auch planen können.

Ich wünsche Dir weiterhin Alles Gute.

Nalle

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Hallo Nalle! Ja, der Schub ist genau einen Monat und einen Tag nach Beendigung der Reha aufgetreten, es ist auch mein wirklich erster "großer" Schub, davor hatte ich nur meinen Diagnoseschub, der vorbei war, als ich das Ergebnis viel später hatte.

Ich habe mich ärztlicherseits in der Reha nicht wirklich gut betreut gefühlt, es kamen sehr viele doofe und flapsige Antworten, von wegen: trinken sie Kaffee, sie können doch den Nachmittag veschlafen - sie haben ja keine Familie, alle sind nach dem Dienst müde, anderen geht es schlechter................... Zum Kotzen! Auch in der Reha ist mir der linke Fuß schon mehrfach taub geworden, einmal hatte ich eine isolierte Fußheberparese, starke Kribbelparästhesien - es wollte niemand hören und ich denke, der Schub war schon länger am Schmoren.

Ich werde mich jetzt kümmern und mein Arbeitgeber wußte schon vor der Reha, dass dieses Thema ansteht - wir haben ein gutes, ehrliches Miteinander und ich habe ihnen auch mitgeteilt, dass dieses der Grund ist, warum ich die mir angebotene Stellenreduzierung nicht einfach annehme. Die Rentenversicherung interessiert es nicht, dass ich 20 Jahre Vollzeit gearbeitet habe, wenn ich zum Zeitpunkt der Antragsstellung eine reduzierte Stelle habe und den finanziellen Verlust möchte ich nicht riskieren, und das versteht auch mein Arbeitgeber.

Gruß und einen schönen Abend Anne

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hallo nalle,

jetzt musste ich schmunzeln ... hat sich die letzten tage schon angekündigt, aber heute hätte ich mir besonders rechts die haut am bein aufkratzen können, so stark war der juckreiz. links minimal.

und ich bin mehrfach auch mit dem rechten bein gestolpert bzw. nicht richtiges anheben des fußes, kenne ich, der grausliche juckreiz ist mir neu.

jetzt bin ich aber müde...

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