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Schnecke

Fatigue - geht das wieder weg?

37 posts in this topic

Habe mich jetzt hier durch die Themen quer durchgelesen, aber keine Antwort auf meine Frage gefunden. Deswegen ein neues Thema.

Ich habe ja das Glück, das bei mir alle Schubbeschwerden, ok fast alle, komplett zurück gehen.

Nur das mit der Müdigkeit und schnellen Erschöpfbarkeit wird immer heftiger. Ist ja auch, wenn ich es richtig verstanden habe, kein Schub sondern ein Symptom der MS.

Nun meine Frage.

Wie ist das bei euch? Ist das im Laufe der Zeit auch mal wieder verschwunden und ist man wieder genauso belastbar wie füher?

Klar, es ist nicht jeden Tag gleich, aber so im großen und ganzen habe ich bei mir den Eindruck, dass das mit der Belastbarkeit und Müdigkeit immer schlechter wird.

Vielen Dank für eure Antworten.

LG Schnecke

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Hallo Schnecke,

die Fatigue und geringere Belastbarkeit sind zwar meine ständigen Begleiter, aber ich habe auch teilweise Verbesserungen gespürt. Vor allem seit ich wieder walken gehe und mich allgemein an der frischen Luft bewege. Die Leistungsfähigkeit kippt nicht mehr ganz so schnell ins bodenlose. Jetzt bei der Hitze häng ich schon durch. Aber sobald ich "klimatisiert" werde ;) geht es mir besser.

Eigentlich ist es auch enorm besser geworden, seit ich wieder ordentlich schlafen kann.

Hilft Dir das weiter??

GlG KarU

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Hallo KarU,

erst einmal Danke für deine Antwort.

Es ist ja auch nicht jeden Tag gleich schlimm, aber so grundsätzlich wird es halt immer schlimmer.

Durch meinen Hund bin ich ja auch immer draußen unterwegs. Klar, zur Zeit habe ich extremen Schlafmangel, das erschwert das ganze natürlich.

Was mich halt so belastet, ist die Angst, das es immer noch schlimmer wird. Also so als Beispiel, ich arbeite ja 6 Stunden am Tag, komme dann heim und gehe mit dem Hund raus und dann gibt es was zum Essen. Früher habe ich mich danach so ca. 1 Stunde hingelegt und es ging irgendwie weiter. Heute ist es so, dass ich die 6 Stunden schon gar nicht mehr schaffe und das hinlegen unbedingt nötig ist, weil ich das Gefühl habe, schon über dem Essen einzuschlafe, aber ich danach nichts mehr fertig bringe. Der Tag ist gelaufen.

Jetzt habe ich die dritte Woche Urlaub und es wird irgendwie nicht besser. So nach 2 Stunden Hausarbeit am Vormittag bin ich schon wieder müde. Wenn es irgendwas ist, was mich körperlich anstrengt, ist der Tag gelaufen.

Es ist halt die Frage, wird das irgendwann wieder besser?

LG Schnecke

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zwei Stunden Hausarbeit am Stück kriege ich sowieso nicht hin. Von sechs Stunden arbeiten mal ganz zu schweigen. Daß Dein Hund Dich auf Trab hält und logischerweise nach draußen bringt kann ich mir gut vorstellen.

War das Problem mit Deinen schweren Beinen eigentlich wieder weggegangen? Oder sieht doch eher alles nach einem Schub aus?? :(

Vielleicht mußt Du eins dieser viel gepriesenen Mittelchen nehmen :( Was sagen denn Dein Arzt und Dein Apotheker dazu? :rolleyes:

GlG KarU

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Hallo KarU,

meine Beine tun mir immer noch weh und Stolperfallen gehe ich besser aus dem Weg.

Mein Arzt, ach ja, da wollte ich ja anrufen. Ist aber ja auch egal, ich sitze den Schub ja eh aus. Welche viel gepriesnen Mittel den?

War gerade beim Hautarzt und der meinte doch zu mir: "Haben sie gerade sehr viel Stress?" Könnte ja wohl sein.

LG Schnecke

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Apropos die nette Fatigue: Hab immer gedacht, mich lässt sie in Ruhe, bis ich schnallte, dass gewisse "Herausforderungen" (andere sagen Probleme) im Job wohl auch damit zusammen hingen. Arbeitete zu der Zeit 5-6h/Tag im Callcenter einer Bank, wenn da nicht so viel los war, ging´s besser, wenn der Laden brummte (Großraumbüro, bis zu 40 Leute), dann schlauchte mich das wesentlich mehr und zu Schichtende war ich ziemlich gar

:-S

Zumal permantes multitasking und ein Anruf nach dem anderen eben doch erwartet wurden, auch wenn gesagt wurde "Ergebnis zählt, arbeitet nach eurer Art und Weise")

Okay, jetzt hab ich Vollzeit (wollt ich eigentlich nicht, aber fand sich nix anderes). Das Gute ist: Fast immer ganz alleine, kein Druck dahinter (JETZT DAS und zwar genau SO).. hioer hab ich meine Aufgabe, wie ich´s mache und wann egal, Hauptsache fertig und korrekt (also kräht keiner, wenn ich z.B. mal am Di nicht so viel mache, weil Hitze und gar.. dafür am Do alles erledige).

Definitiv merke ich, dass die Fatigue bei mir abhängig vom Wetter ausgeprägt ist.. normalerweise geh ich nach der Arbeit Mi noch zum Sport. Schöner ausgleich für mich. Aber wenn´s so warm ist, merk ich oft nach 1/2- 1h, dass ich echt geschlaucht bin.

Gestern sollten wir nach 2h Training noch über die Wiese flitzen und auf Zack sein.. ich hatschte und sorgte für Amüsement: hauen ja, rennen nein (Schwertkampf).

Irritiert manche, aber was soll´s..ist mein Körper, auf den ich Rücksicht nehme (denn sonst schickt der nette Grüße).

Und was mir die beiden letzten heißen Tage auffiel: War in Naturbädern, sprich: Wasser ist recht kühl. Das tat richtig gut und ich war viel "lebendiger" als sonst bei dem Wetter.

Jaja, und ich hab mal gedacht, Fatigue lässt mich in Ruhe und Hitze ist mir doch egal (witzigerweie: Sauna und Hitze a la Mittelmeersommer betrifft das gar nicht).

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Hallo Schnecke!

Dieses Jahr ist das auf und nieder mit den Temperaturen besonders schlimm. Wir MS`ler sind eben sehr wetterfühlie Menschen und macht einen fix und alle. Wenn die Temperaturen endlich malein paar ziemlich gleich sind, dann geht es uns auch besser.

Longracer

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Hallo Schnecke,

die Fatigue ist bei mir nicht immer gleich, ich hab gemerkt wenn ich viel Arbeit oder Stress habe lässt sie nicht lange auf sich warten sie ist bei mir auch Stimmungsabhängig wenn ich Streit hatte oder depremiert bin ist sie schlimmer und dauert auch länger und jetzt im Sommer bei den Temperaturen und Wetterumstellungen ist sie mein ständiger Begleiter mal mehr oder weniger.

Man kann damit leben wenn man den Tagesablauf danach einteilt ich erledige wichtige Dinge bei denen ich mich konzentrieren muss möglichst am Vormittag und den größten Teil meiner Arbeit aber das geht auch nicht immer z.B. im Beruf da schlepp ich mich dann so rum ich muss aber sagen ich hab zwei sehr gute Arbeitgeber.

Ich wünsche dir eine baldigen Besserung und alles Gute.

LG wildwind

Edited by wildwind

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Hallo,

ich glaube wildwind hat es auf den Punkt gebracht.

Muss ich das ganze als ständigen Begleiter akzeptieren?

Ich habe ja schon die MS nicht akzeptiert, da gelingt mir das ignorieren auch ganz gut, aber diese beschi.... Müdigkeit und Erschöpfbarkeit gibt mir den Rest.

Jetzt kommt der Trotzkopf durch: ICH WILL MEIN LEBEN NICHT UMSTELLEN

LG Schnecke

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Vielleicht nicht umstellen, aber auf Deine spezifische Situation einstellen :rolleyes:

Wenn Du möchtest, daß es Dir besser geht wäre das doch keine schlechte Herausforderung?

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Hallo Karin Uta,

wie du vielleicht merkst, bin ich ziemlich geladen wegen der ganzen Situation.

Es ist für mich halt ganz schwer zu akzeptieren das ich mich auf was einstellen soll, was ich nicht haben will.

Ich komme mir gerade wie Rumpelstilzchen vor. Ich hoffe, es kriegt hier niemand im Forum ab.

Ach ja, was meintest du vorher mit den viel geprießenen Mitteln?

LG Schnecke

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Hallo Zusammen, du stehst nicht alleine damit Schnecke,

ich sitze hier vor dem Internet, habe meine Übungen gemacht und kann kaum meine Augen aufhalten. Heftige Schmerzen in den Händen, Armen und Bauch.

Das ist das Resultat nach tagelang Sonne und heute Morgen Regen, heute Nachmittag wieder Sonne.

Frage deinen Neuro ( hatte heute ehe einen Termin) , Müdigkeit ja MS, Schmerzen nein MS sondern Fibromyalgie.

Müde bin ich nach 4 Stunden Arbeit und Heimweg oft so, dass ich erst einmal schlafe und dann den Hunger stille,

nach Hausarbeit geht gar nichts mehr, Aufregung, Streß, Ärger- laufe ich am besten vor weg. Aber es gibt eben auch die schönen Tage und dann schöpfe ich wieder Kraft für die nächste Episode.

Gute Nacht

Catherine

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Hallo Schnecke,

du solltest mal die 3 Bände vom Trotzkopf lesen und was dabei denken.

Meine Tochter sagte, nachdem ich ihr erzählt hatte, daß ich von 150 auf 50 abgebremst worden war: "Mom, denk immer manjana, manjana, laß uns erst mal einen Matetee trinken."

Daran denk ich, wenn ich mehrmals täglich kurz wegpenne. Die Arbeit läuft dir nicht davon.

Es geht mir gut mit den Pausen, zumal ich stolpere und falle, wenn ich müde bin.

Du mußt annehmen, was du geschenkt bekommst und das Beste daraus machen, damit fährst du am besten, pflegte mein Opa zu sagen.

Alles Gute

Vida

Edited by Vida

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Hallo Vida,

ich habe die Bücher gelesen ;)

@all

danke für eure Wort. Die Situation mit der Müdikeit scheint ja wirklich "Entgültig" zu sein. Habe mir sehr viele Gedanken über das Wort gemacht = Gültig bis zum Ende, wann auch immer das ist. Und da ich ja vor habe 100 zu werden, sind das noch 55 Jahre.

Und die Aussicht, mich die nächsten 55 Jahre damit anzufreunden oder es zu akzeptieren stellt mich schon vor ein großes Problem. Aber irgendwie werde ich das schon hinkriegen, wie halt alles im Leben.

Egal wie es mir geht, die Welt dreht sich weiter.

LG Schnecke

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Hatte mal Amantadin zum Beispiel. Damit ging es mir ein ganzes Stück besser. Hab es aber nur genommen, wenn ich ganz unten war.

Geladen? Da kann ich Dir nicht groß helfen :(

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Etwas, das man vom Neuro empfohlen bekommt, also selber bezahlen darf. Ist eigentlich nicht so für uns gedacht, sondern war glaub ich ursprünglich für die Parkinson-Patienten. So stehts jedensfalls in meinem Gedächtnig :rolleyes:

Frag mal Deinen Neuro dazu, nicht, daß ich hier was Falsches erzähle.

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Bei mir war das so. Konnte mich besser konzentrieren, auch länger.

So. Ich falle jetzt ins Bett. Gute Nacht

Edited by Karin Uta

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Deine Wut kann ich ja verstehen. Die macht jeder von uns hier durch und weiß, daß es eine Phase ist auf dem Weg zur Verarbeitung unserer Diagnose. Klar möchte man sich manchmal auf den Boden werfen und mit den Fäusten trommeln. Genauso klar nützt das nichts :rolleyes:

Bitte, mach es Dir nicht so schwer. Nimm Dich selber an. Dein Körper sitzt am längeren Hebel - ignorieren auf lange Sicht macht nichts besser.

Das wollte ich noch loswerden.

GlG KarU

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Hallo,

ich wollte am Anfang meiner Diagnose auch nicht wahr haben, daß ich kürzer treten muss, dachte, daß kann doch nicht sein, daß ich mein Alltag nicht mehr auf die Reihe bekomme und dachte, dir werde ich es schon zeigen, ich schaff alles wie bisher trotz MS.

Reaktion meines Körpers: ein erneuter Schub...

Tja, seit dem bin ich auch der Ansicht, der Haushalt kann auch mal warten, bin voll berufstätig und erledige meistens nur am Wochenende die ganze Putzarbeit. Mir reicht es, abends kochen zu müssen und evtl. bisschen Wäsche.

Putzen tu ich meißt am Wochenende, aber gerne morgens, dann hab ich´s hinter mir und hab den Rest des Tages Zeit für was anderes. Es gibt Tage, da muss ich immer wieder Pausen zwischen durch machen und andere Tage, da läuft es ganz easy. Und wenn ich merke, es geht gar nicht, bitte ich meinen Mann, mir zu helfen und wir meistern das Gemeinsam.

Mir gehts damit besser, man fühlt sich zwar manchmal Urralt, und auch ich zweifel manchmal an mir, daß das ja nicht wahr sein kann, aber wenn ichs geschaft habe, ohne danach schlafen zu müssen, bin ich richtig stolz auf mich.

Und wenns dann doch en Nickerchen gibt, dann brauch ich es einfach auch.

Also, immer auf den Körper hören, seitdem bin ich Schubfrei.

Und gerne auch mal nur beim Hundlaufen auf ne Bank sitzen und paar Seiten im Buch lesen, versuchs einfach mal aus.

Und wenn du merkst, es ist angenehmer, wirst du dich auch daran gewöhnen, damit besser umzugehen.

LG sunflowerangie84

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Ja, diese "NETTE BEGLEITUNG" hab ich auch.:mad:

Acht Stunden BÜRO LACH keine Chance.:eek:

Allerdings hab ich riesen Schwein mit meinem AG. Er hat mir einen Heimarbeitsplatz eingerichtet :D. Da kann ich meine Kräfte einteilen und es gibt natürlich auch nicht so viel Ablenkung (Küchentratsch u.ä. ;)). Die Anfahrt fällt weg, die Heimfahrt auch, klar. Und wenn ich ne Pause brauch, dann leg ich mich eben mal hin...und gut, ab und zu muß ich eben hinten mal ne Stunde dran hängen. Aber das ist für mich OK

Ich denke, es ist wichtig, diesen Mi... anzunehmen. Dann wird es auch leichter sich darauf einzustellen und auch das spart Kraft, weil du deine Kraft nicht mehr in die Wut und den Kampf "dagegen" steckst.

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Apropos Kryptex´annehmen: Glaube auch, dass das nicht unwesentlich ist.

Jeder hadert mit MS und Co und ich kam mir auch manchmal so ggrrr vor, weil ich dachte, hey, hab ich danach gefragt? Grad wenn mir Leute doof kamen.

Irgendwie ein ziemliches Aha-Erlebnis hatte ich dann auf ganz andere Art und Weise: ich nahm an einem Kurs zu mentaler Kampfkunst teil. Hört sich vielleicht abgespacet an, ist es aber nicht (ich führ das jetzt nicht aus, da es sonst ausufert).

Und nachdem mir unser Trainer mal anhand eines (meines!) Schmerzpunktes demonstriert hat, wie sehr ich mir eigentlich selber Aua machen kann, wenn ich was nicht akzeptiere.. hoffe ich, diese Lektion ernsthaft immer wieder auf mein Leben anwenden zu können. Manchmal fällt´s leichter, manchmal weniger.. aber: zu erkenne, was kann ich ändern, was nicht.. und bei dem, was ich nicht ändern kann, "einfach" zu akzeptieren, dass ichs nicht ändern kann. Weil alles andere nur RICHTIG fies würde (platt gesagt: er greift sanft zu und drückt auf den Meridian.. geb mich geschlagen, denn wenn ich so doof bist und partout nicht nachgeben will.. knockt´s mich fast aus. Und das mach ich. Nicht der, der hält nur fest und das Ankämpfen und dadurch schlimmer machen.. =>ich. Als das Klingen in den Ohren und Prickeln in der Nase abklang, dachte ich echt, wie doof kann ich eigentlich sein? Tja.. so lernt man nicht nur das eine.. sondern zieht auch Schlüsse für das andere).

Exkurs Ende :-)

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He Schnickschnack,

das fand ich jetzt irre interessant! Meridiane waren für mich bis jetzt immer dafür da, um etwas wieder in den Fluß zu bekommen... (Qi Gong) Mentale Kampfkunst, kann dann aber auch kein Tai Chi sein?

Rätselnd, KarU

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