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Gilenya und Corona

5 posts in this topic

Hallo Zusammen,

es werden hier wahrscheinlich die wenigsten Gilenya nehmen aber vielleicht ja doch ein Paar,

weil Cop nicht gelangt hat.

Da das Gilenya ja ein Immunsuppressiva ist, gehört man damit ja zur Risiko Gruppe!!!!

Wie fühlt ihr euch dabei, habt ihr was geändert, wie ist es auf der Arbeit.

Ich fühle mich irgendwie unsicher und hin und her gerissen.

Wäre schön zu hören wie andere damit umgehen.

Danke und liebe Grüße

an Alle

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Grundsätzlich gelten erstmal alle MS'ler zur Risikogruppe, da Autoimmunerkrankung,  aber natürlich ist das Risiko unter Immundepressiva höher, aber daran lässt sich nicht wirklich etwas ändern. Wir nehmen die Medikamente nicht einfach aus Spaß,  da wir sie benötigen, insbesondere die Medikamente die immunsuppresiv wirken, werden ja eigentlich nur bei sehr aktiven Verläufen eingesetzt und das Medikament jetzt wegen Corona abzusetzen KANN sich negativ auf den Verlauf auswirken und zu einem Rebound Effekt führen, insbesondere bei Gilenya wohl sehr häufig. 

 

Also am Medikament und am Virus selbst können wir leider nichts ändern,  es bleibt nur die Möglichkeit sich selbst so gut es geht zu schützen und dazu gehört es nunmal auch auf alle unnötigen Kontakte zu verzichten, so hart es auch ist und ich selbst weiß aus eigener Erfahrung wie hart es ist, denn ich lebe seit März  weitestgehend isoliert und es war anfangs wirklich alles andere als einfach.  Ich habe im privaten wirklich nur zu zwei Personen Kontakt,  ich gehe selbst auch nicht mehr einkaufen. Die einzigen Kontakte die ich habe sind die auf der Arbeit und das sind in meinem Fall leider mehr als ich mir selbst auch wünschen würde, aber leider Berufsbedingt nicht anders möglich. Daher versuche ich auf der Arbeit wirklich alle Regeln wie Abstand, Maske und Hygiene sehr genau einzuhalten und sogar auch strenger auszulegen als eigentlich erforderlich. So habe ich z.B.trotz der Einhaltung des  gefordertem Abstandd noch eine Plexiglaswand aufgestellt und trage auch konsequent den ganzen Tag Maske, neben dem regelmäßigen lüften alle 30 min habe ich zusätzliche auch noch einen luftreiniger aufgestellt. Mehr denke ich kann ich zumindest beruflich nicht mehr machen, am besten wäre Homeoffice , was in meinem Berufszweig aber nicht möglich ist.

 

Im privaten wie gesagt nur zwei Personen, meine beste Freundin und meine Mutter. Die kaufen auch einmal die Woche für mich mit ein, was sie damals im ersten Lockdown direkt aus Angst um meine Gesundheit angeboten habe. Ansonsten komplett isoliert,  denke auch nur so lässt sich das Risiko halbwegs minimieren, aber es ist natürlich für die Psyche alles andere als einfach so isoliert zu leben, insbesondere auf so eine lange Zeit gesehen.

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Hallo Sarah, 

Danke für deine Antwort. 

Wenn ich das so lese bekomme ich fast ein bisschen Angst, wie konsequent du bist und vorsichtig. Ich habe zwar Respekt und halte mich an die Hygiene aber so abschotten tu ich mich nicht. Hat dir jemand dazu geraten?  Bisher hat mir niemand mal so richtig bescheid gesagt. Und wollte auch nicht panisch werden, ich finde es schwierig das richtige Maß zu finden. 

Liebe Grüße, 

Bleib gesund 

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Ja, zu der kosequenten Meidung von Kontakten wurde mir dringend vom Neuro und Hausarzt geraten.  Im März beim ersten Lockdown war es auch einfach Kontakte zu meiden, da meine Berufsgruppe auch nicht arbeiten durfte und auch alle meine privaten sportlichen Aktivitäten nicht stattfinden durften. Die privaten Kontakte habe ich dann auf anraten auch komplett eingestellt, was zumindestmir schon auf die Psyche geschlagen hatte, zu Beginn ging es noch,  da ich zumindest mit meiner besten Freundin regelmäßig telefonierte, whatsapp Kontakt hatte und uns regelmäßig online zum spielen getroffen haben, aber dann hatte sie Corona,  auch recht heftig, da ist dieser Kontakt dann leider für 6 Wochen weggefallen und das war dann schon hart, richtig vereinsamt.  

 

Nachdem Lockdown, so ab Mai/Juni durfte ich zumindest wieder arbeiten,  was natürlich wegen der vielen Kontakten zwar etwas riskoreich war, aber in unserer Gegend war zu der Zeit groß keine Infektionen bekannt und das Risiko denke ich recht gering, als die Zahlen jetzt wieder hoch gingen habe ich mir schon Gedanken gemacht wegen Arbeit, aber Geld verdienen muss man halt und so kann ich mich selbst nur schützen in dem ich alle möglichen Vorkehrungen treffe, die man treffen kann. Aber private unnötige Kontakte wie Geburtstagseien,  Grillrestaurant,  Kino , Restaurant habe ich seit März komplett eingestellt, meine Kontakte sind wirklich nur beruflich oder halt Arzt Termine.

Aber denke jeder muss seinen eigenen Weg finden und im Ernstfall halt dann bei einem lockeren Weg auch mit den Konsequenzen leben.....ich persönlich gehen da lieber auf Nummer sicher und halte mich an die Empfehlung der Ärzte.

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Hi Sarah,

 

wie gesagt ich habe von meinen Ärzten so eine eindeutige Ansage nicht bekommen :angry:

Allerdings zu meiner Neuro darf ich seit März nicht persönlich hin, da ich bei der MS Ambulanz im Krankenhaus bin.

Morgen bin ich aber bei meiner Hausärztin, da werde ich das Thema noch mal ansprechen.

LG

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