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Pusteblume!!

Immuntherapie Cladribin

7 posts in this topic

Hallo, 

hat hier jemand Erfahrung mit einer Immuntherapie mit Cladribin? Wie geht es euch damit? Wie sind die "Erfolgsaussichten"? Wie sind die Nebenwirkungen? Meine Schwester hat eine hoch aktive MS und die Basistherapien und auch Eskalationstherapien haben nicht angeschlagen. Ihr Neurologe meinte zu ihr, dass sie, wenn im nächsten MRT wieder etwas neues dazu gekommen ist, mit einer Immuntherapie starten muss/soll. 

Lieben Dank 

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Hallo Pusteblume,
 
ich bin auch Angehöriger und als einziger Arzt in der Familie war meine Meinung besonders gefragt, obwohl ich gar kein Neurologe bin. Ich habe mich dann länger in die ganzen Therapiemöglichkeiten eingelesen und habe meiner Schwägerin dann doch aus voller Überzeugung zu Mavenvclad geraten.
 
Erstens passte es optimal zu ihrem bisherigen Krankheitsverlauf, der ebenfalls hochaktiv war. Mich hat darüber hinaus die kurze Verweildauer des Medikamentes im Körper bei langer Beschwerdefreiheit überzeugt. Meine Schwägerin hat zwei schulpflichtige Kinder und uns war allen klar, dass sich tägliche Medikamenteneinnahmen oder wöchentliche Arztbesuche enorm auf ihre Psyche auswirken würden.
 
Sie hat den ersten Zyklus im Frühjahr 2019 hinter sich gebracht und ist seither schubfrei. Nebenwirkungen beobachtet sie seither auch nicht. Während des Einnahmezyklus litt sie unter Müdigkeit aber das hat sich sehr schnell gegeben. Wir hoffen jetzt alle, dass sie mindestens drei Jahre schubfrei bleibt. Es laufen ja auch schon Studien, die einen weiteren Einnahmezyklus untersuchen.

Wichtig ist nur, dass deine Schwester während der Einnahmephase und sechs Monate danach sicher verhütet.
es gibt noch eine Website auf der du noch mehr Informationen und einen Vergleich der unterschiedlichen MS-Therapien findest
https://www.multiple-sklerose.com/medikamente-zur-behandlung/eskalationstherapie/mavenclad-cladribin-tabletten

Viele liebe Grüße

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War ja klar, daß wieder ein tendenziöser Artikel von der TIMS Trier hier auftauchen würde.

Würden diejenigen, die solche Links reinstellen, auch mal versuchen, sich mit dem Inhalt auseinanderzusetzen und diesen in den Thread einzubringen?  Oder reicht es aus, dass die Authoren „unabhängig“ sind. Dann wird der Rest schon stimmen..

Ich kann jedenfalls im Artikel nichts Neues erkennen außer den üblichen Verschwörungstheorien zur Zulassung und Recherchefehlern verbunden mit dem Fehlen jeglicher Referenz auf die bisherigen Einträge in der Europäischen Nebenwirkungsdatenbank zu Mavenclad.

Warum nur? Würde wohl nicht ins Bild einer hochriskanten, nebenwirkungsreichen,  potentiell tödlichen Therapie passen.

Dann werden die Kritiker sich wieder darauf berufen, dass alle langfristig mit massenhaften Krebsfällen rechnen sollen.  Jutta nennt auch eine, leicht obskure, Kausalität, die dann greifen soll. Problem ist nur, dass diese Therapien mittlerweile sei einigen Jahren bereits verwendet werden, z.T. in deutlich höheren Dosierungen, und es gibt immer noch keinen Hinweis auf höhere Risiken bei den behandelten Patienten...

Und was die langfristige Therapie mit Mavenclad angeht, es gibt in den USA auch Patienten, die bereits seit 20 Jahren erfolgreich behandelt werden und bis dato bereits sieben Zyklen gemacht haben. Eine Zulassung für weitere Zyklen wird es schon noch geben. Bis dahin müssen die Neurologen halt bereit sein, das Medikament off-label zu verschreiben.

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Mich würde es sehr interessieren woher deine Meinung stammt und weshalb du davon ausgehst das ich mich mit dem Inhalt nicht auseinandergesetzt hätte? 

Grade dieses Thema verfolge ich schon sehr lange und finde es ist ein hervorragendes Beispiel dafür dass es zusätzliche, unabhängige Prozesse bräuchte um Patienten zu schützen. 

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um 9/4/2019 um 13:53, Lena81 hat geschrieben:

Mich würde es sehr interessieren woher deine Meinung stammt und weshalb du davon ausgehst das ich mich mit dem Inhalt nicht auseinandergesetzt hätte? 

 

Meine Meinung bildet sich logischerweise daraus, dass dein initialer Beitrag ausschließlich aus einen Link auf den TIMS Artikel bestand sowie dem Kommentar: „Einfach schlau machen und nochmal überlegen ..

Man geht in dem Fall davon aus, daß so ein Artikel für dich absolut alles zum Thema aussagt und jemand, der/die diese Therapie starten sollte ohne ihn gelesen zu haben, sich nicht „schlau gemacht und zu wenig überlegt hätte“.

Ein paar Kritikpunkte habe ich oben geliefert. Wenn du glaubst, dass ich dir unterstellen würde, du hättest dich nicht ausreichend mit dem Inhalt auseinandergesetzt, kannst du einfach zu meinen Einwänden Stellung nehmen.

 

> Grade dieses Thema verfolge ich schon sehr lange und finde es ist ein hervorragendes Beispiel dafür dass es zusätzliche, unabhängige Prozesse bräuchte um Patienten zu schützen. 

Kannst du bitte erläutern, inwiefern dieser Artikel Argumente für die Notwendigkeit von „zusätzlichen, unabhängigen Prozessen zum Patientenschutz“ am Beispiel dieses Medikamentes liefert? Wie sollen solche Prozesse praktisch umgesetzt werden und wer soll diese bezahlen? 

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