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Hallo Ihr Lieben,

wir sind stark am überlegen, ob wir uns einen Labrador anschaffen sollen. Ich habe seit über 25 Jahren MS und momentan leider ich am meistern an meiner Fatigue. Gegen die Depressionen nehme ich schon seit Jahren Citalopram.

Ich hoffe, dass ein Hund uns mehr Ausgeglichenheit, Freude, Bewegung und Spaß bringt. Ich habe drei Kinder, die hoffentlich auch davon profitieren würden. Mein Mann ist der einzige, der das Projekt als zu viel Arbeit ansieht. Na klar, Erziehung, Hundeschule etc. aber ich sehe irgendwie nur das positive an einem Vierbeiner. 

Habt hier jemand Erfahrung mit Hund, Kinder, Fatigue? 

Ich wäre dankbar für jeglichen Austausch. Alle in meinem Bekanntenkreis mit Hund sind begeistert, aber die haben auch keine MS.

Liebe Grüße

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Hallo :)

Ich habe "nur" Hund und Fatigue und keine Kinder aber einen Mann. Vielleicht kann ich trotzdem was dazu sagen.

Mein Hund ist jetzt bald 4 Jahre alt und mittlerweile ist es wirklich nur noch Spaß und Freude. Er hört perfekt, wir gehen täglich wandern, es ist immer jemand da zum schmusen. Er bringt mit seinen kleinen Macken so viel Freude rein. :)

Die ersten 2 Jahre waren anders ... Die haben echt Energie gekostet. Zum Glück haben wir uns alle Aufgaben immer geteilt denn sonst wär es mir zu viel gewesen. Das ist denke ich der wichtigste Punkt.

Was ist mit dem Hund wenn es dir schlecht geht? Kinder können einen wilden Labbi nicht ausführen und verlieren eh schnell die Lust. 

LG

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Hallo,

ich habe keine Erfahrung mit eigenem Hund und MS, aber ich hatte Jahrelang 2 Katzen und bin immernoch Sitter von bis zu drei Hunden. Aus meiner persönlichen Sicht sollten dein Mann und du euch auf jeden Fall einig sein. Warum? Weil ER sich kümmern muss, wenn du es nicht kannst. Ich weiß nicht, wie alt deine Kinder sind, aber in der Regel ist ihr Versprechen "ich kümnmere mich drum" nicht wirklich verlässlich. Ein Hund kann alt werden, dann sind deine Kinder vielleicht schon aus dem Haus und werden dir auch nicht helfen können.

Jedes Tier braucht immer jemanden der sich kümmert. Auch wenn die MS zuschlägt und man körperlich durchhängt oder eben auch wenn man psychisch durchhängt. Ich persönlich war schon mega dankbar, dass meine Mama da war, als es mir MS-Technisch richtig schlecht ging. Denn ich konnte nichtmal das Katzenklo machen. Mit Hund ist da noch viel mehr verbunden. Und dann noch mit einem so großen Hund wie einem Labrador.

Hund und MS schließt sich sicher nicht aus. Aber man sollte gut abwägen. So wie du deinen Text geschrieben hast, würde ich dir derzeit davon abraten. Denn auch ein Hund löst nicht die eigenen Probleme. Du denkst ein Hund könnte dir Ausgeglichenheit, Freude, Bewegung und Spaß bringen? Was bringt dich zu dieser Annahme. Das klingt wie Kinderbekommen um die Partnerschaft zu kitten, tut mir leid.

Wenn du es dennoch probieren willst, schau doch mal ob du nicht im Tierheim eine "Gassipatenschaft" machen kannst oder ob jemand in deiner Nähe vielleicht Unterstützung braucht. Und wenn das gut läuft, ist vielleicht auch ein Pflegehund interessant.

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Hallo,

ich habe seit einigen Jahren MS, habe einen Freund und wir haben einen Hund. 

Grundsätzlich würde ich sagen ja, es war die absolut richtige Entscheidung! Ich möchte diesen Hund nicht mehr missen, durch ihn komme ich raus, bei Wind und Wetter, er heitert mich auf, wenn es mir nicht gut geht, ich muss lachen, wenn er neben mir auf dem Sofa schnarcht und könnte davonrennen, wenn er pupst:)

Aber mein Freund und ich haben die Entscheidung zusammen getroffen. Wenn es mir nicht gut geht (meistens im Sommer wenn es heiß ist oder mich die Fatigue wirklich so richtig heftig umnietet) springt er ein. Dann gehe ich nur eine kleine Runde und mein Freund holt später, wenn er nach Hause kommt, den Auslauf nach den unser Hund benötigt. Hunde brauchen ein gewisses Maß an Auslauf, je nach Rasse auch richtig viel. 

Auch deswegen haben wir uns bewusst für einen Tierschutzhund entschieden, ein etwas älteres Modell. Er war schon 6 Jahre alt, als wir ihn adoptiert haben, nun ist er 9.  Warum muss es ein Welpe sein? Weil sie so süss und niedlich sind? Aber gerade die werden dich fordern und das so richtig, das wird dann wie dein 4. Kind. Die etwas älteren Tiere sind im Zweifel ruhiger, auch hier kann dir ein vernünftiges Tierheim beratend zur Seite stehen, weil sie ihre Insassen und deren Charakter gut kennen. Einem Welpen sieht man nicht an, ob er ein ruhiger Geselle oder aber ein bisschen hyperaktiv wird. Der Telekom Techniker der letztens da war hat mir von seinem 11jährigen Labrador mit, wie er es nannte, ADHS berichtet. Er kommt trotz seines Alters nicht zur Ruhe und benimmt sich, als wäre er 2.

Die Idee von Famous  mit dem Gassigeher im Tierheim werden finde ich sehr gut. Da geht man ja für gewöhnlich nur einmal pro Tag und du kannst erstmal schauen, ob du/dein Mann/deine Kinder das bei Wind und Wetter durchziehst/durchziehen.

Die Idee mit der Pflegestelle halte ich allerdings für riskant. Da kommen ja meist eher Hunde, die im weitesten Sinne irgendein "Problem" haben, zumindest aber Hundeerfahrung und wohl auch in verschiedenen Dingen mehr Unterstützung/Aufmerksamkeit benötigen.

Soweit meine Idee dazu:)

Alles Gute für euch,

LG

 

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Hallo PvD,

ich berichte Dir einfach mal als Orientierung- wir hatten 14 Jahre lang einen Hund, ohne MS, aber hinterher mit Kindern.

Jetzt mit der MS haben wir 2 Katzen.

Erst mal, falls es ein Hund werden soll...

Ein guter Züchter aus dem VDH ist sehr wichtig. Da gibt es den dlc und den retriever club. Da siehst Du nicht nur Würfe, sondern auch erwachsene Retriever.

Beachte beim Welpen, dass nicht jede Entwicklung, trotz aller Mühe, so läuft wie gewünscht. Ein Welpe ist was besonderes, aber er erfordert eine ganze Weile (bis ca. zum 3. Lebensjahr) viel konzentrierte Kraft.

Dann solltest Du alles finanzielle abklären ( ich rate Dir wirklich zu  einem Tier vom Züchter oder aber zu einem erwachsenen Tier, wenn aus dem Tierheim. Eben wegen der 3 Kinder und MS.) Gerade Retriever haben sonst oft viele gesundheitliche Probleme und soziale Auffälligkeiten. Dann gibt es noch die Show- und Arbeitslinie. Ein guter Züchter schaut auch, ob der Hund zu Euch passt.

Ebenso, wer kümmert sich um was, kann einspringen, Urlaub etc.  Klappen alle Bedürfnisse zusammen? Wie lange seid ihr am Tag weg, Hundeallergie etc.

 

Wenn Ihr Euch alle einig seid und PlanB steht. Warum nicht?

Wenn es doch hakt (z.b. Dein Mann mag nicht), dann überlegt noch mal .

Tier ja/ nein

Welches etc.

 

Liebe Grüße

Mia

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Danke, für Eure Antworten! Wir haben heute eine Hundetrainerin da, um uns zu beraten. Es wäre für uns ja eine neue Erfahrung...mal gucken, wie es läuft :)

 

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Das ist doch ein guter Einstieg. Und ehrlich, gerade, da wir nicht Unmengen an Reserven haben, ist "der passende" 2-Beiner sehr wichtig.

LG

Mia

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