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Solveig

Neu und wissbegierig

114 posts in this topic

Hallo liebe Leute,

 

Was nehmt Ihr für Nahrungsergänzungsmittel? Stimmt es eigentlich, dass tierische Fette so unglaublich schlecht sind für die MS?

 

tja....die Entscheidung was man macht, fällt echt nicht leicht. Bisher nahm ich nichts. Nicht aus Entschlossenheit sondern aus Bockigkeit. Und weil ich bisher komische Nebenwirkungen bei den meisten Medikamenten bekommen habe ( von unspäktakuleren Hautausschlag bis zum Kreislaufkollaps war viel dabei). Ich bekam sogar mal Cortison wegen eines allergischen Schocks. Aber dannach kämpfte ich mit Herzrasen und Unruhe.

 

Bald habe ich einen Termin bei meinem Neurologen. Bis dahin möchte ich mich entscheiden. 

 

Liebe Grüße an alle!

Solveig

 

 

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Hallo Solveig,

tierisches Fett enthält Arachidonsäure, der man entzündungsfördernde Wirkung nachsagt. Deshalb wohl insbesondere bei MS schlecht. Arachidonsäure steckt in sehr vielen Lebensmitteln. Einfach mal googeln.

Ich nehme Vitamin D Tabletten und ein anderes Mittel. Habe letztes Jahr für 2 Auslandssemester in Athen studiert und mir haben dort Arzt und Apotheker ein Nahrungsergänzungsmittel empfohlen, das dort der absolute "Renner" für MS war. Möchte hier aber keine Schleichwerbung machen, nicht dass ich noch gesteinigt werde :biggrin: 

Welche Nahrungsergänzungsmittel nimmst du?

LG

 

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Also mal eine kleine Anmerkung an alle die mit der BT aufhören oder nicht anfangen wollen.

Grundsätzlich tut dem einen das eine aber auch dem anderen das andere besser. ( Bester Satzbau ever :-D )

Ich habe mich Gesund ernährt, Sport getrieben und alle Vitamine genommen die dazu beitragen sollten die MS zu unterdrücknen.

Leider übers Jahr 5 Schübe bekommen so das ich einsehen musste das meine MS nicht nur durch Vitamine bekämpft werden kann.

Daher jetzt BT. Ich möchte aber Grundsätzlich niemanden von dem einen oder anderen überzeugen sondern kann nur meine Erfahrungen mit euch teilen.

MS ist die Krankheit mit den Tausend Gesichtern daher gibt mindesten so Viele Möglichkeiten die jeder für sich ausprobieren muß.

Ärgere mich nur manchmal über Kommentare in denen gesagt wird das man ohne BT "auf jeden Fall" besser dran ist. Ich persöhnlich habe lieber mal mit 

Müdigkeit, Sodbrennen oder Grippeähnlichen Syntomen zu kämpfen als meine Beine oder Augen zu verlieren.

Auch auf die Gefahr mich zu wiederholen muß jeder von uns für sich den besten Weg finden mit dem ganzen klar zu kommen.

Mache im Moment ja die Cortision Geschichte über 5 Tage mit 1000mg und habe damit eigentlich nie Probleme gehabt. Ernährung umgestellt und viel Spazieren

soweit es möglich ist.

Wie immer wünsche ich euch allen alles Gute für die Zukunft.

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Hallo!

es ist hier sehr, sehr schön, dass jeder seine Erfahrung beschreibt und nicht missionarisch den eigenen Weg predigt. Und keiner von uns hat es nur leicht, egal welchen Therapieweg er einnimmt.

Ich nehme nur Curcuma und spritze Arnika. Viele in meiner Umgebung finden es albern, einer so bedrohlichen Krankheit mit Arnika zu begegnen. Wie heißt es aber so schön: " Es irrt der Mensch solang er strebt" .

 

Was ich mir aber vom Herzen wünschen würde ist, dass ich eines Tages nicht mehr daran denken muss und dass ich unbeschwert das Leben wieder genießen kann. So wie früher ( vor der Diagnose), als alles leicht und ewig zu sein schien. Danach habe ich so eine Sehnsucht!!!

 

Sigo, ist es schön in Athen? Darf ich fragen, was Du studierst?

 

Grüße Solveig

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Hallo Solveig!

Letztendlich ist es egal was andere sagen, du musst dich mit deinem Weg wohlfühlen und dahinter stehen. Niemand kann dir sagen, wenn du unter Arnika etc, eine Zeit schubfrei bist, ob es Zufall ist, oder ob es am Arnika liegt.

Ich habe zwei Pausen in der Therapie gehabt. Nach Avonex (habe ich von NW nicht vertragen) und Copaxone (habe mich damit in einen allergischen Schock gespritzt) sollte ich Tecfidera bekommen. Damals standen Tecfidera und Aubagio relativ kurz vor der Markteinführung. In der medifreien Wartezeit auf Tec (die wurde länger als geplant) bekam ich einen sehr schweren Schub der mich beinahe in den Rolli gebracht hätte. Ich hätte nicht geglaubt, dass ich wieder so fit werde (Dank an die Plasmapherese). Danach gab es Rebif, dann Aubagio und Tysabri. Ende August habe ich Tysabri abgesetzt und der Beginn von Gilenya verzögerte sich (statt notwendigen 6 Wochen Medipause wurden es 10 Wochen) und wieder gab es einen Schub. Von daher glaube ich, dass ich von der Therapie profitiere, wobei ich auch Schübe unter den Medis hatte - aber in der medifreien Zeit kam immer einer.

Auch wenn mein erster Neuro nicht mit mir zusammenpasste, war ich froh, dass er mir damals sagte, es käme nicht darauf an, heute oder morgen anzufangen. 5 Wochen nach der Diagnose stand noch mal eine Wanderreise an und ich hätte mich sehr unwohl gefühlt, mit einer für mich noch neuen Spritzentherapie im Ausland zu befinden und bei Fragen und Beschwerden hätte ich alleine dagestanden. In der Zeit konnte ich die Diagnose erst einmal sacken lassen. 9 Wochen nach der Diagnose habe ich mir damals meine erste Avonex gespritzt.

Dir eine gute Entscheidung

Anne

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Hallo zusammen,

ich bin neu hier aber nur Angehöriger. Informiere mich aber ständig über Neuigkeiten und Empfehlungen gerade auch über BT und Nahrungsergänzungsmittel.

Sigo welches Mittel ist denn das???

Beste Grüße

Timo

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Hallo Solveig,

ich habe BWL studiert. In Studentenkreisen lernt man die Stadt natürlich ganz anders kennen. Athen ist eine sehr schöne Stadt und von Krise war hier eigentlich wenig zu spüren. Bei einem Kurzurlaub sollte man sich auf jeden Fall die Akropolis bzw. das Akropolismuseum und die Altstadt Plaka anschauen. Mir hat jemand gesagt, dass bei Neubauten in Plaka im Untergrund sehr oft alte Gemäuer etc. gefunden werden. Die Bauherren vertuschen dies aber, da der Bau sonst aufgrund Ausgrabungen um Monate bis Jahre verschoben werden könnte. Wolltest du wohl auch schon einmal nach Athen?

@ Teemo: Neuroaspis heißt das. Schreib mir am Besten eine PN. 

LG

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Ich musste doch ein wenig schmunzeln, als ich Deine Eingangsfrage las, ob es hier jemanden gibt, der keine Basistherapie macht.

Du bist hier in einem Pharma-Forum, befindest Dich also auf einer Plattform, die von einem pharmazeutischen Unternehmen bereitsgestellt wird, welches u. a.  mit MS Medikamenten sein Geld macht. Vielleicht ein etwas "einseitiger" Weg der Informationssuche?

Natürlich wird sich die Mehrheit hier für eine medikamentöse Behandlung aussprechen, man liest sogar öfter mal den Satz die MS sei heutzutage angeblich gut behandelbar. Pharmakritische Stimmen wirst Du hier also nur wenige finden.

Den Verlauf Deiner MS kann dir natürlich keiner vorhersagen, das ist aber bei allen Erkrankungen so, ob harmloser Schnupfen oder schwerwiegende Alzheimer-Erkrankung. Prognosen sind nie und bei keiner Krankheit möglich, eigentlich völlig unnötig, das bei MS immer so hervorzuheben und zu betonen.

Trotzdem gibt es aber bei MS - wie bei den meisten anderen Erkrankungen auch - Durchschnitts- und Erfahrungswerte. So geht es (bei einem durchschnittlichem Verlauf) den meisten Betroffenen in den ersten zehn bis fünfzehn Jahren nach Diagnose noch recht gut. Das liegt aber nicht an der "Harmlosigkeit" der Erkrankung und auch nicht daran, dass die Krankheit doch nicht so schlimm ist wie gedacht.

Es liegt schlicht und ergreifend daran, dass der Körper in den Anfangsjahren zumeist noch in der Lage ist, Schäden so halbwegs zu reparieren und (vor allem) zu kompensieren. Man darf nicht vergessern, dass MS (fast immer) eine "Junge Leute Krankheit" ist. Und in jungen Jahren funktioniert die körpereigene Werkstatt halt noch recht gut.

Je nachdem, was der Betroffene nun in dieser "Schonfrist-Zeit" gegen die Krankheit unternimmt, wird er sein gutes Allgemeinbefinden darauf zurückführen. Macht er eine Basistherapie liegt es daran, hält er eine spezielle Diät ein, ist dies der Grund, nimmt er Nahrungsergänzungsmittel sind sie die Ursache, besucht er Alternativmediziner, dann wird diesen der Erfolg zugeschrieben.

Und je nachdem welcher Richtung ein Forum folgt, werden dann auch die Antworten ausfallen.

Schlußendlich gibt es zum Thema Basistherapie die unterschiedlichsten und vielfältigsten Meinungen: von überschwänglichen Lobpreisungen bis hin zu wüstesten Verwünschungen.

Am Ende gilt aber doch nur eine Wahrheit: gegen MS ist leider kein Kraut gewachsen.

 

 

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Hallo Sigo, hallo alle miteinander!

Nach Athen sollte ich im Juli berufsbedingt reisen. Der Tipp mit den Gemäuern war sehr gut. Ich begleite eine Klasse auf Architekurfahrt . Vielleicht kennt der Kunstlehrer diese Geheimnisse, aber wenn nicht, kann ich voll angeben 😉 

 

Habe noch eine Frage an alle MS- Geplagten: Kann das sein, dass das Brennen am Bein durch Kälte verursacht wird? War heute recht dünn angezogen und als ich rauskam, fingen die Beine zu brennen ( eher sich zu erwärmen). Sobald ich wieder drinnen war verging es. Eben passierte das Gleiche noch mal, als ich mit nackten Beinen auf den Balkon ging. Und jetzt ist es schon wieder gut. Eigentlich ganz praktisch, bei diesen Temperaturen, die ich nicht ausstehen kann!

 

Liebe Grüße

Solveig

 

 

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Tja C3PO, hier erneut, kannst mich in 20 Jahren als Gegenbeweis nutzen, dass gegen MS doch Kraut gewachsen ist und dass man was tun kann. Aber stimmt, dann ist es ja wieder statistisch irrelevant....siehst du? Wem willst du trauen? Einer placebokontrollierten Studie mit 50 Leuten, die so oft wiederholt wird bis sie positive Ergebnisse erzielt, oder willst du vielleicht selber mal Kräuter probieren, anstatt Dinge zu behaupten, die du gar nicht ausschließen kannst. Ich mag es nur nicht wenn man den Leuten immer die Hoffnung schon von Anfang an nimmt. Also lass es doch bitte, das bringt keinem was.

 

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Achja ich habe grade wegen diesem griechischen Medikament recherchiert, was ihr erwähnt hattet.

Die Zutaten sind einfach Omega 3 und Omega 6 Fettsäuren, DHA ( Docosahexaensäure) welches ebenso in Fisch oder Algen enthalten ist, Beta-Carotin und Vitamin E.

Also das wird schon gut wirken, weil diese Zutaten schon sehr gut sind, aber das Problem ist, dass Seefisch heutzutage leider bereits stark mit Schwermetallen belastet ist, welcher sich besonders im Fett festsetzt.

 

 

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Hallo 🙂! 

Vor 6 Monate bekam ich meine Kranksprechung. 6 Monate haderte ich mit dem Schicksal und hatte Angst vor einer Entscheidung ( man will ja nichts Falsches machen) . 

Die vielen Antworten von Euch und ein Buch von V. Frankl haben mir wieder Zuversicht und Vertrauen gegeben und ich habe endlich entschieden, welchen Therapieweg ich nun einschlagen möchte. Puh...war das eine schwere Geburt ! 

 

Es ist komisch, dass mir erst im "zarten" Alter von 39 und wahrscheinlich nur dank der Diagnose auffällt, wie unvorhersehbar das Leben ist. 

 

Vielen Dank nochmal für Eure Antworten und die ermunternden Worte!

 

Allen einen schönen Sonntag

Solveig

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Hallo Solveig,

ich habe die Aussage von einem Stadtführer, also sollte das schon stimmen, aber natürlich trotzdem ohne Gewähr :biggrin:

@ Myelin: schau dir mal die FAQ auf der Homepage an. Es sind keine enthalten, laut Frage 3. Wenn Schwermetalle enthalten wären, würde ich es wahrscheinlich auch nicht mehr nehmen.

LG

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Hallöchen 🙂

 

Die Entscheidung fiel gegen die Basistherapie. Ich bin aber derart begeistert, dass ich überhaupt etwas entschieden habe, dass es fast unwesentlich ist, was!

 

Das mit der Schwermetallbelastung ist doof. Letzte Woche kaufte ich mir Fischölkapseln....und jetzt !?!

Hat jemand Erfahrung mit Weihrauch? Habe gelesen, dass es eine kleine Studie gab.

 

Ganz liebe Grüße

Solveig 

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glückwunsch zur entscheidung!

so lebt jeder sein leben...

mein homöopath der auch neurologe und psychiater ist hat mir "plumbum" /"blei" verschrieben....

natürlich sehr hoch extrahiert ! (hilft mir persönlich gut bei der fatigue!).... jedem das seine!

nur zum thema schwermetallbelastung.....

vllt. hätte ich bei meinem besiegtem krebs kürbiskerne essen sollen ?!

ich habe dort aber auf die schulmedizin / bestrahlung vertraut!

 

wenn sich das für dich gut anfühlt ist doch i.o.!

ansonsten habe ich mit heavy-metal nur mit "metallica" oder "disturbed" zu tun ....

 

gruß!

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Hallo Corti Sohn!

Du hast den Krebs besiegt, wie wunderschön!!! Wünsche Dir vom Herzen, dass Dich die MS auch in Ruhe lässt und Du beschwerdefrei leben kannst!

Dass Dein Neuro auch Homöopath ist, ist richtig toll. So was bräuchte ich auch. Ist er im Süden Deutschlands?

Im Augenblick ist meine größte Angst meinem Neuro, die Entscheidung mitzuteilen. Bescheuert eigentlich....

 

Gruß

Solveig

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Hallo Solveig!

Gut, dass du für dich eine Entscheidung getroffen hast. Die Diagnose steht, war aber ein Zufallsbefund. Dass man danach stärer in sich reinhört und eher auf kribbeln etc. aufmerksam wird - ist normal. Eine Therapie läuft dir nicht weg. Falls du irgendwann mal stark symptomatisch wirst, einen Schub nach dem anderen hättest, könntest du dir immer noch Gedanen machen was und wie du es möchtest.

Nur du bestimmst, was du mit deinem Körper macht - da kann dir der Arzt raten was er möchte.

Dir alles Gute und dass du lange symptomfrei bleibst.

Gruß Anne

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Ich bin kein Verfechter der Homöophatie. Mein Arzt, der mich geheilt hat, ist auch der Meinung dass Homöophatie nur bei wenigen Leiden wirklich hilft. Versuchen kann man es natürlich trotzdem. Homöophatische Mittel haben bei mir noch nie funktioniert, auch wenn ich schon einige versucht habe.

Du meinst das Blei war hoch potenziert, ergo hoch verdünnt. Man sagt  in der Homöophatie ja, dass der Effekt verstärkt wird, je höher das Mittel potenziert wird. Letzten Endes ist je nach Potenz nichts mehr in dem Wasser nachzuweisen, aber die Wirkung soll immens sein.

Ich habe gehört, dass bei manchen Tieren angeblich auch homöophatische Mittel gewirkt haben, deswegen ist ein Placeboeffekt da mehr oder weniger auszuschließen, aber es gibt auch in der HP nicht nur potenzierte Mittel und ich weiß nicht, ob diese Tiere Potenzmittel oder Extrakte bekommen haben.

 

an Solveig:

ich würde die Dinger jetzt mal nehmen, aber in Zukunft vielleicht keine neuen mehr kaufen. Denke nicht, dass du dann direkt übelst vergiftet davon sein wirst. Für die Fettwerte funktionieren die Kapseln sehr gut. Habe ich damals auch getestet.

 

Weihrauchkapseln habe ich auch eingenommen, aber kann leider weder einen positiven noch negativen Effekt aufzeigen. Natürlich rede ich nur von mir. Ich würde sagen bei mir war's status quo ob mit oder ohne Kapseln.

 

Du brauchst keine Angst vor dem Arzt zu haben, du musst nur zeigen, dass du entschlossen bist. Er kann dich glücklicherweise zu nichts zwingen und wenn er das tun sollte oder dich dazu drängt oder dir ein schlechtes Gewissen macht, dann ist er defintiv der Falsche für dich.

Du kannst zudem jederzeit mit einer Therapie anfangen, wenn wieder was kommen sollte. Ich hatte viele Schübe und hab trotzdem keine Einschränkungen mehr, denn mein Körper hat auch einiges repariert, auch meinen starken Schub. Starke Schübe können auch unter einer BT kommen, dafür bekommt man ja dann hochdosiertes Cortison um die Attacke weitestgehend abzuwehren.

Meines Erachtens ist es aber wichtig das Cortison nicht 2 Wochen später zu nehmen, sondern wenn was Starkes auftritt, möglichst zügig die Infusion zu bekommen, damit der Schaden gering bleibt. 2 Wochen später klingen viele Schübe schon wieder ab, höchstens es ist einer der inflammatorisch und aggressiv bleibt. Aber das kann dir auch nach Cortison passieren. Das weiß man leider vorher nie.

 

 

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Danke Euch für die unterstützenden Worte.

Mein Plan war auch bei einem eventuellen Schub die Cortisontherapie zu machen. Das Zeug hat mir mal das Leben gerettet und anschließend etwas vergiftet...aber lieber etwas vergiftetes Leben, als gar keins, gell?

 

Mein Neuro hat völlig die Fassung verloren heute, als ich ihm meine Entscheidung und die Gründe dafür mitteilte. War etwas anstrengend. Dann wollte er unbedingt, dass ich noch mal in die MRT gehe. Er sagte, alle machen das mindestens 2mal im Jahr. Stimmt das? Müsst ihr so häufig hin? Irgendwie fühle ich mich darin nicht ganz so wohl...

 

Liebe Grüße

Solveig

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Hallo Solveig,

 

das mit dem MRT ist verlaufsbedingt. Bei mir wurden anfangs häufiger welche gemacht, im Moment ist es eher so, daß mein Neuro meint, stimmt, da müßte man kontrollmäßig mal wieder gucken.

Ja, wer geht da schon gern rein. Augen zu und durch. Mit ein bißchen Meditation kann man Ruhe in sich bringen, dann vergeht auch die Zeit und man ist erstaunt, daß man es schon hinter sich hat...

 

GlG KarU

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Weshalb war dein erstes MRT eigentlich mit Kontrastmittel?

Es war doch nur wegen eines fraglichen Bandscheibenvorfalls und da ist kein KM üblich.

Das MRT ist ein erstaunliches Gerät das ohne Strahlung tolle Bilder des Gehirns fabriziert und die Untersuchung mit Kopfhörern sicher gut zu überstehen. 

Das KM, ohne das das MRT wenig  bringt bei MS, ist halt etwas tückisch.

Und ob die aufwendige Diagnostik mit dem KM das sich auch wieder einlagern kann, ohne Basistherapie  Sinn macht, wo es doch gar keine Konsequenzen hätte wenn weitere aktive Herde dazugekommen sind, frage ich mich auch.

Aber dein Neuro wird da sicher Rat wissen in welchem zeitlichen Abstand Kontrollen üblich sind ohne jegliche Therapie.

Oder vielleicht weiß es auch jemand aus dem Forum der selbst ohne Therapie mit der MS lebt??

 

 

 

 

 

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Hallo!

Die erste MRT war ohne KM. Allerdings stand auf den Befund als Differenzialdiagnose: "ein entzündliches Geschehen ist bildmorphologisch nicht auszuschließen" . So kam es zu der 2. MRT mit KM...Und dann ging alles in einer Geschwindigkeit und Aufregung sondergleichen  ( Ich denke, jeder kennt es irgendwie)

 

Vielleicht gehe ich eines Tages in so eine Röhre. Aber jetzt bin ich erstmal froh, etwas Entspannung und Zuversicht gefunden zu haben.

 

Ich hoffe, es geht Euch allen gut!

 

Liebe Grüße

Solveig

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Hallo Solveig,

wie Du habe ich die Diagnose nun seit Juli 2016 - und bisher keine Basistherapie.

Mir geht es ähnlich: Ich will auf jeden Fall erst einmal den Verlauf beobachten, bevor ich mich mit Nebenwirkungen quäle, zumal es mir im Moment gut geht und sich beide Schübe (Sehnervenentzündungen) wieder komplett zurückgebildet haben, der erste auch ohne Cortison. Es gibt vermutlich mehr "milde" Verläufe, als man früher annahm, einfach weil die Diagnostik mit dem MRT so viel besser geworden ist. 

Eins ist mal klar: Der Arzt muss uns natürlich eine Basistherapie nahelegen, wenn er nicht riskieren will, seine Approbation zu verlieren, falls es (ohne BT) eben doch zu schweren Schüben käme. Die Verantwortung und Entscheidungslast liegt also ganz allein bei uns selbst.  Außerdem weiß man ja nicht einmal genau, wie es zur MS kommt, und auch nicht, wie und, wenn ja, wieso diese Medikamente überhaupt wirken. Wie soll da einer sagen: "Das und das ist gut für Sie"?

Wenn Dich interessiert, was die Basistherapie-Skeptiker meinen, so lies Wolfgang Weihe oder auch ein nett geschriebenes Essay von Sven Böttcher: "MS für Anfänger (die keine Fortgeschrittenen werden wollen)" (kostenlos als pdf im Netz). Auch bei Christine Wagner-Thiele kann man vor allem über Ernährung einiges lesen.  Sind natürlich auch alles nur persönliche Meinungen, aber es kann nicht verkehrt sein, so viele wie möglich davon zu sammeln, zustimmende wie skeptische, um für sich selbst zu einer Entscheidung zu kommen.

Ich bleibe auf jeden Fall so lange ohne Basistherapie, bis ich den Befund des ersten Kontroll-MRT habe (1/2 Jahr nach dem ersten). Das heißt aber nicht, dass ich ganz untätig bleibe. Ich versuche, besser (fürsorglicher) mit mir umzugehen, besser auf meine Grenzen zu achten, ich versuche mich gesünder zu ernähren, vor allem die vielen Süßigkeiten wegzulassen, und ich nehme Vitamin D, Vitamin B12 und ab und an auch Vitamin C extra. Fleisch und Alkohol lasse ich völlig weg, geraucht habe ich eh noch nie. Es ist (für die Regeneration der Nervenzellen) anscheinend wichtig, statt der gesättigten Fettsäuren viel an Omega-3-Fettsäuren zu sich zu nehmen, also nehme ich Fischöl-Kapseln (weil ich keinen Fisch mag) und verwende gutes Olivenöl und Leinöl.

Mit dieser Krankheit, deren individuellen Verlauf keiner kennt, fühlt man sich erstmal so machtlos, es wirft einen aus der Bahn. Vielleicht folgen viele deshalb dem Rat der Ärzte und steigen gleich mit einer Basistherapie ein. Dann hat man das Gefühl, man habe sein Schicksal ein wenig besser in der Hand.  Aber es ist genauso denkbar, erst einmal abzuwarten und den Verlauf zu beobachten. Zumal es mit Medikament auch keine Garentie gibt, dass die MS dann glimpflicher verläuft (und dann ja auch keiner weiß, wie sie ohne Medis verlaufen wäre), während man die Nebenwirkungen auf jeden Fall mitnimmt. Das sollte jeder für sich selbst in Ruhe abwägen und sich vom Arzt da keinen Druck machen lassen.

LG Inka

 

 

 

 

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Hallo Inka,

es tut gut zu hören, dass auch andere das Ganze langsam angehen lassen. Bevor ich mich hier anmeldete, dachte ich, ich sei die einzige "wahnsinnige", die die BT für den Anfang ablehnt. So wurde es mir in der Klinik vermittelt und auch der Neuro sagte so was Änliches...

 

Ich fand einen Artikel in der Ärztezeitung : "Basistherapie. Zu wessen Nutzen?"  Der war von diesem Dr Weihe. Aber es gibt auch das Gegenteil ( Lobeshymnen an die BT) . Was macht man in dem Fall, wenn man nur ein einfacher Mensch aus dem Volk ist?

 

Mit der Ernährung klappt es bei mir mittlerweile ganz gut. Der Kaffeekonsum wird auch ganz anständig...nur das Rauchen macht mir noch zu schaffen. 

Ich habe das Gefühl, dass mir Homöopathie auch ganz gut tut.

 

Dir wünsche ich einen entspannten Verlauf ( allen anderen selbstverständlich auch)

 

Liebe Grüße

Solveig

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